Geschichte:
Es sind keine historischen Nachrichten bekannt, die sich auf diese Anlage beziehen ließen. Aufgrund der Überlagerung eines karolingerzeitlichen Gräberfeldes kann der Wehrgraben frühestens im 9. Jh. angelegt worden sein; nach den Funden von der Grabensohle wurde mit der Verfüllung um das Jahr 1000 begonnen. Der Charakter des befestigten Areals ist unklar. Nach Aussage der typischen Siedlungsfunde aus der Grabenverfüllung scheint es sich aber nicht um eine unbesiedelte Fluchtburg gehandelt zu haben. (Stefan Eismann)
Bauentwicklung:
Beim gegenwärtigen Forschungsstand lassen sich keine Angaben zur Bauentwicklung machen. (Stefan Eismann)
Baubeschreibung:
Der bei der archäologischen Ausgrabung erfasste Wehrgraben verläuft parallel zum oberen Rand eines nach Westen zur Beekeniederung abfallenden Plateaus. Er wurde nur auf einer kurzen Teilstrecke erfasst, seine genaue Ausdehnung ist bisher unbekannt. Die Breite betrug ca. 6 m, die Tiefe 1,20 m. An der Basis des in den anstehenden Muschelkalk eingetieften Grabens ist die Sohle kastenförmig auf 0,60 m Breite um weitere 0,40 m vertieft. (Stefan Eismann)
Arch-Untersuchung/Funde:
1993/94 Ausgrabung. Durch die Überlagerung eines karolingerzeitlichen Grabes und die Keramikfunde von der Grabensohle kann der Graben in das 10./11. Jh. datiert werden. Die Sohle erbrachte zudem Holzkohlen, verziegelten Lehm und große Kalksteine. Der obere Teil der Verfüllung enthielt Keramik bis in die Zeit um 1200. (Stefan Eismann)