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Steckelberg, Alte Burg

Geschichte:

Die Ursprünge der 1131 ersterwähnten Burg sind unbekannt, vielleicht reichen sie noch 11. Jahrhundert zurück. Der Burgname "Steckelberg" bedeutet "steiler Berg" und ist somit wörtlich zu nehmen. Bereits in der Frühzeit war die Burg namensgebender Sitz der Herren von Steckelberg, die bis 1391 urkundlich zu verfolgen sind. Aufgrund der erheblichen Ausmaße der Burg könnte diese ursprünglich eine Reichsburg gewesen sein. Diese Frage muss hier offen bleiben. Die enge Beziehung zur "curia" in Ramholz (siehe dort) bestand sicherlich bereits in der Frühzeit der Burg.
Nach der Wende zum 13. Jahrhundert verdichtet sich die urkundliche Überlieferung etwas. Ab etwa 1240 soll die Burg im Realbesitz des sich ausdehnenden Hochstiftes Würzburg gewesen sein, das sie 1276 an Reinhard von Hanau verpfändete. 1276 wurde sie auf Befehl König Rudolfs durch Reinhard von Hanau geschleift. Welche Konflikte dieser Maßnahme vorangegangen waren, ist unklar. Möglicherweise steht der "Ringwall" (siehe dort) unweit der Burg mit ihrem Ende in ursächlichem Zusammenhang. Erst mehr als 100 Jahre später wurde eine neue Burg Steckelberg an anderer Stelle erbaut. (Thomas Steinmetz)

Bauentwicklung:

Über die Baugeschichte und architektonische Gestalt dieser Ende des 13. Jahrhunderts zerstörten Burg mit ca. 100 m Länge und bis zu 50 m Breite ist nichts bekannt. Vermutlich war sie noch eine "vorklassische Burg", d.h. ohne das später verbindliche Bauprogramm aus Bergfried, Wohnbau etc. Eine Rekonstruktion ihres architektonischen Erscheinungsbildes ist aufgrund des extremen Zerstörungsgrades nicht möglich. (Thomas Steinmetz)

Baubeschreibung:

Die mit bis zu 514 m über NN sehr hoch gelegene Burg ist von „altertümlicher“ Gestalt, indem ein innerer, erhöhter Bereich (20–25 m Durchmesser) von einem äußeren Bereich (ca. 100 m Länge bei 50 m Breite, 0,4 ha) umschlossen wird. Beide sind von ovalen Umrissen. Der innere Bereich wäre als Kernburg zu interpretieren. Mauerwerk ist nicht mehr vorhanden, die Umrisse der Gesamtanlage sind teilweise nur noch als Hangkante wahrnehmbar. Über die vormalige Bebauung des Burggeländes wären nur Spekulationen möglich. (Thomas Steinmetz, Ergänzungen R. Friedrich)

Arch-Untersuchung/Funde:

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