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Bring

Geschichte:

Seit dem Stau des Edersees im Jahr 1914 liegt die ehemalige Höhenburg Bring auf einer Insel. Vermutlich war die Burg Stammsitz der Familie von Bringhausen, die in der urkundlichen Überlieferung erstmals 1196 in einer Zeugenliste genannt wird. 1359 befand sich die Burg im Besitz der Grafen von Waldeck, die sie in der Folgezeit mehrfach verpfändete. Als Pfandinhaber treten 1359 Margarethe, Witwe des Heinemann von Itter und Kraft von Hohenfels, 1424 Landgraf Ludwig von Hessen; 1453 und 1468 Johann Clur und seine Frau Margarethe von Dalwigk und 1494 Johann von Wolmeringhausen in Erscheinung. 1381 befand sich Burg Bring kurzzeitig im Besitz des Erzstifts Mainz. Die letzte Nachricht von der Burg datiert in das Jahr 1508 als Waldeck die Pfandschaft von Burg und Ort wieder eingelöst hat. Wann die Burg aufgegeben oder zerstört wurde, ist unbekannt. (Jens Friedhoff)

Bauentwicklung:

Die wenigen erhaltenen baulichen Reste der Burg - es handelt sich um zwei Mauerzüge - erlauben keine Aussagen zur baulichen Entwicklung der Anlage, deren Anfänge eventuell bis ins Hochmittelalter zurückreichen. Auch zu späteren baulichen Veränderungen liegen bislang keine Informationen vor. Sehr wahrscheinlich ist die Burg zu Beginn des 16. Jahrhunderts aufgegeben worden. (Jens Friedhoff)

Baubeschreibung:

Von der heute auf einer Insel in der Edertalsperre gelegenen Burg haben sich nur wenige Baureste erhalten, die sich kaum sicher datieren lassen. Es handelt sich um zwei rechtwinklig aneinander stoßende Mauerstücke von etwa 3 bzw. 10 m Länge. Die Mauerstärke der bis zu 6 m hohen Bauteile beträgt etwa 1,2 m. (Jens Friedhoff)