EBIDAT - Die Burgendatenbank

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Vitány vára

Geschichte:

Der Erbauer der Burg ist unbekannt - man rechnet damit, dass sie vielleicht von einem Zweig des Adelsgeschlechtes Csák errichtet wurde. In den Urkunden erscheint sie zuerst 1324 als königliche Anlage. 1439 kommt dann die Anlage in den Besitz von zwei, miteinander konkurrierenden Zweigen der Aristokratenfamilie Rozgonyi. Am Ende des Mittelalters wechselten dann oft ihre, meist großadlige Besitzer (Egervári, Kanizsai, Hédervári). Während der Türkenkriege diente als Grenzfestung, die Osmanen haben sie mehrmals (1543, 1558, 1567) erobert. Die Christen nahmen sie zuletzt 1597 ein und ließen ihre Bauten ein Jahr später sprengen. Seitdem liegt die Burg in Ruinen. (G.T.)

Bauentwicklung:

Mangels archäologischer Untersuchungen ist die Baugeschichte der Burg noch unbekannt. Durch Beobachtungen der immer noch bedeutenden aufgehenden Mauerteile sind die eventuellen Bauperioden nicht voneinander zu trennen. (G.T.)

Baubeschreibung:

Die Burg steht auf einem, auf drei Seiten steilen Berggipfel. Der östliche Grat, der den Berg mit dem Hauptzug des Gebirges verbindet, ist von einem dreifachen Graben-Wall-System durchgeschnitten. Auch weitere, heute noch undeutbare Grabensysteme weisen auf eine ehemalige äußere Burg hin. Der Kern der Anlage erhebt sich auf einem unregelmäßigen fünfeckigen Grundriss (Mauerstärke 2,5 Meter). Es ist anzunehmen, dass sich zwischen dem östlichen und westlichen, ebenfalls zweistöckigen Palasttrakt einst ein Burghof (Binnenhof) befand. Die Mauerkronen haben bedeutende Teile der Zinnen aufbewahrt, sonst sind nur umrahmungslose Fensterlöcher und Gewölbereste auf uns geblieben, die zur Funktionsbestimmung der einzelnen Räume nicht helfen können. Um den Kernbau herum sind noch die Mauerzüge eines Zwingers festzustellen. (G.T.)

Arch-Untersuchung/Funde:

In der Burg fand bisher keine archäologische Grabung statt.