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Steinfurt bei Drensteinfurt

Geschichte:

1177 wird die Familie von Steinfurt mit dem Oberhof belehnt. Seit ca. 1200 waren die Herren von Rinkerode Lehnsträger, die 1324 von den Edelherren von Volmarstein abgelöst wurden. 1429 kam die Anlage in den Besitz der Familie von der Recke, 1739 ging sie an die Freiherren von Landsberg-Erwitte, 1762 an die Linie Landsberg-Velen. Lehnsherr war bis 1480 der Bischof von Osnabrück, anschließend war die Burg allodiales Gut. (S.E.)

Bauentwicklung:

Der Vorgängerbau der jetzigen Anlage soll um 1300 errichtet worden sein. Von 1581-91 wurden das Torhaus, das Brauhaus und das Bauhaus errichtet. 1694 wird eine Insel für die Bleiche westlich der Vorburg aufgeschüttet. 1707-09 erfolgte ein Neubau des Haupthauses nach Plänen Lambert Friedrich von Corveys. Dabei fiel die Gräfte zwischen Haupt- und Vorburg weg. 1715 wurde die - im 2. Weltkrieg zerstörte - Orangerie erbaut. 1829 wurde die heutige Zufahrt mit Brücke angelegt, davor bestand eine Zugbrücke am Torhaus. (S.E.)

Baubeschreibung:

Ehemalige Zwei-Insel-Anlage, die Gräfte zur Vorburg ist verfüllt. Die Gräften werden durch die Werse gespeist. Das von einer Rundgräfte umgebene alte Herrenhaus bestand aus zwei Flügeln mit einem ummauerten Hof. Auf der Vorburg stehen die Wirtschaftsgebäude, im 17. Jh. waren das ein Torhaus mit Portkammer, Rentmeisterei und Raum für Reisende, ein Brauhaus mit Bierkeller, ein Sekretariat und ein Bau- und Viehhaus. Das Herrenhaus des 18. Jhs. hat die Form einer Dreiflügelanlage mit Mittelrisaliten. Heute liegt westlich der Anlage eine große barocke Garteninsel, die aus einer als Bleiche genutzten Insel heraus entstanden ist. Die Gräften werden von der Werse gespeist. (S.E.)