Geschichte:
Die Gründung der Burg erfolgte durch die Gafen von Werl-Arnsberg in der Zeit um 1080. Sie gelangte über die Grafen von Rietberg 1262 an die Grafen von Bentheim und war nachfolgend im Besitz adeliger Geschlechter der Umgebung. Zu nennen sind die von Oer auf Haus Geist, von Nesselrode zu Palsterkamp, von Loe und von Renneberg. Ende des 16. Jhs. wurde das Adelsgut von der Stadt Warendorf angekauft, 1591 aber an den Warendorfer Bürgermeister Bernhard Hoyer weiterveräußert. 1631 wurde dem Franziskanerorden das damals noch bestehende Burghaus käuflich überlassen. (S.E.)
Bauentwicklung:
Die bei der Ausgrabung gefundene Keramik legt eine Erbauung des Burghauses gegen Ende des 13. Jhs. nahe. In der ersten Hälfte des 17. Jhs. wurde dessen Keller durch Fachwerkwände in drei Räume unterteilt. Eine im Süden angefügte Latrine kann dendrochronologisch in das Jahr 1603 datiert werden. In der 2. Jälfte des 17. Jhs. wurde das Haus abgebrochen.
In den Jahren 1652 bis 1673 erfolgte der Bau der Franziskanerkirche, die eine ältere Kapelle neben dem Burghaus ersetzte. (S.E.)
Baubeschreibung:
Bei den Ausgrabungen wurde der Keller eines12,50 x 9,60 m großes Gebäude aus qualitätvollen, über 1 m starken Sandsteinmauern zutage. Neben einer Latrine besaß das Gebäude einen weiteren, nicht näher ansprechbaren Anbau. (S.E.)
Arch-Untersuchung/Funde:
Ausgrabung 2008.