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Bispinghof

Geschichte:

Der Haupthof Bispinghof gelangte spätestens Ende des 10. Jhs. in den Besitz des Bischofs von Münster. Mitte des 12. Jhs. wurde er zur Burg ausgebaut. 1245 wird dem Deutschen Orden die Möglichkeit gegeben, sich auf dem Burgareal anzusiedeln. 1278 musste nach einem Streit die Umwehrung der Stadt überlasen werden, die mit Sicherheit zumindest die stadteinwärts gewandten Befestigungen kurz darauf schleifen ließ. In dem Bereich wurden in der Folge mehrere Ordensniederlassungen gegründet, der schon dort sesshafte Deutsche Orden konnte seinen Besitz deutlich vergrößern. Der Status als Immunität bestand weiter und wurde erst 1808 formal aufgehoben. (S.E.)

Bauentwicklung:

Mangels archäologischer Untersuchungen können über die Bauentwicklung keine Angaben gemacht werden.

Baubeschreibung:

Über Aussehen und Umriss der Burg liegen keine genauen Erkenntnisse vor. Die "Alte Aa", die das Gebiet der Georgskommende im Nordosten begrenzte, scheint der Rest des alten Burggrabens gewesen zu sein. Die Schottporte oder Schüttetor und der sogenannte Windmühlenturm am Durchlass der Aa in die Stadt können Reste der Befestigung sein. Kernstück der Burg ist ein viereckiger Platz im Südwesten der Anlage, um den 10 Burgmannenwohnungen gruppiert wurden. Die Burgmannensitze können kartographisch nicht genau festgelegt werden. Der Nordwestecke der Platzbebauung war ein Obstgarten vorgelagert. Eine Vorburg befand sich wahrscheinlich im Norden und Nordosten der Anlage. (S.E.)