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Richthof

Geschichte:

Der 1217 erstmals erwähnte bischöfliche Haupthof in Billerbeck war Sitz des Amtes Billerbeck. Der Amtshof ist um 1445 zur Landesburg ausgebaut und kurz darauf in der Münsterschen Stiftsfehde durch Truppen des Grafen von Steinfurt zerstört worden. 1458 ist der Hof unter der Bedingung des Wiederaufbaus verpachtet worden, dieser war aber 1475 noch nicht abgeschlossen. Nach dem Reichsdeputationshauptschluss fiel der Richthof an den Grafen von Salm-Grumbach, später an den Fürsten von Salm-Horstmar, der ihn an einen Privatmann verkaufte. (S.E.)

Bauentwicklung:

Der ursprüngliche, zu einem unbekannten Zeitpunkt errichtete Wohnturm ist in gotischer Zeit, wahrscheinlich um 1450, mit einem Anbau versehen worden. Der heutige Vierflügelbau ist nach 1820 unter Verwendung älterer Bausubstanz entstanden. (S.E.)

Baubeschreibung:

Die Anlage bestand aus zwei Inseln, deren Befestigung durch eine engere und eine weitere Gräfte im Süden und Westen in die Stadtbefestigung integriert war. Im heutigen Haupthaus sind nach Angaben des Eigentümers Reste eines quadratischen Steinturms mit Schießscharten erhalten. Dieser weist einen gotischen Anbau auf. (S.E.)

Arch-Untersuchung/Funde:

Keine