Geschichte:
Die Burg ist der Stammsitz der Familie von Merfeld, die seit 1169 urkundlich nachweisbar ist und einen Zweig des Geschlechts derer von Dülmen bildete. Sie besaß ein Burglehen auf Haus Dülmen. 1353 erfolgt die erste schriftliche Erwähnung der Burg. 1360 zerstörte der Münsteraner Bischof Adolf das Haus Merfeld. 1394 wurde der Besitz geteilt und Haus Merfeld zur Doppelburg umgebaut. Die Burghälfte der Bernardinischen Linie kam 1567 an die Familie von Korff-Schmising und hundert Jahre später an die Herren von Merode zu Schloßberg, die 1693 auch die Hälfte der Adolfinischen Linie erwarben. 1836 verkauften sie die Burg an den Herzog von Croy. (S.E.)
Bauentwicklung:
1460 waren zwei Herrenhäuser vorhanden. 1466 wurde die Kapelle erbaut und im 19. Jh. erweitert. Das Torhaus stammt aus dem Jahr 1547, das angefügte Herrenhaus von 1755. Anfang des 19. Jhs. wurden die meisten Gebäude abgebrochen. (S.E.)
Baubeschreibung:
Die Burg liegt in einem großen, unregelmäßigem Grabenrechteck. Von der spätmittelalterlichen und frühneuzeitlichen Bausubstanz sind von einer Burghälfte (Burgplatz B) die Kapelle von 1466, das Torhaus mit angebautem Wohnhaus sowie ein Winkelbau des 16./17. Jhs. erhalten. Von der zweiten Burghälfte (Burgplatz A) existieren keine Reste mehr.
Bei der Teilung 1394 hat laut der zugehörigen Urkunde auf dem Burgplatz B ein Bergfried in Frontturmlage, ein "Lehmhaus" und auf der zugehörigen Vorburg ein Bauhaus gestanden. Zu Burgplatz A gehörte das damalige Haupthaus.
Im 18. Jh. hat nach zeitgenössischen Ansichten auf dem Burgplatz A ein zweiflügeliges und zweigeschossiges Herrenhaus mit dreigeschossigem, schräg gestelltem Eckturm und ein zweiflügeliges Wirtschaftsgebäude gestanden. Zu Burgplatz B gehörten damals ein zweiflügeliges Herrenhaus, ein Turm (?), Nebenbauten, Torhaus und Kapelle. (S.E.)
Arch-Untersuchung/Funde:
2010 wurde der Innenraum der Kapelle ausgegraben.