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Meinhövel

Geschichte:

Einen ersten Hinweis auf die Existenz eines Festen Hauses Meinhövel bietet die Schilderung einer Fehde zwischen den Herren von Meinhövel und dem Bischof Ludolf von Münster im Jahr 1242. Vorhergehende Nennungen der eponymen Adelsfamilie geben keinen Hinweis auf einen Herrensitz bei Nordkirchen. Um 1300 stirbt die Familie Meinhövel im Mannesstamm aus, die Besitzungen gehen an einen Zweig der Familie von Münster, der sich in der Folgezeit von Münster zu Meinhövel nennt. Diese Linie bestand bis zum Ende des 17. Jhs. 1694 wurde der Besitz durch den Fürstbischof Friedrich von Plettenberg gekauft und mit Nordkirchen vereinigt. (S.Eeismann)

Bauentwicklung:

Das erste Haus wird nach seinem Verschwinden als großer und hoher Spieker beschrieben und dürfte somit eine Turmburg oder Motte - wahrscheinlich aus Fachwerk - gewesen sein. Um 1500 ließ Bertha von Meinhövel eine neue Wohnstatt bei der Mühle neben dem alten Haus errichten und mit Wällen und einem Torhaus befestigen. 1551 ließ der Dompropst Bernhard von Münster das Schloss "aufs prächtigste" erneuern. Wann die Burg abgebrochen wurde, ist nicht bekannt. Das Urkataster zeigt nur noch das Gartenrechteck mit der Mühle. (S.Eismann)

Baubeschreibung:

Nach einer Karte von 1584 bestand die Burg aus einem Rechteck mit vier Geschütztürmen auf den Ecken. Die Türme sind offenbar durch Futtermauern mit einem dahinter liegenden Erdwall verbunden. Im Südteil der Anlage liegt das rechteckige, Ost-West orientierte Herrenhaus mit einigen kleinen Vorbauten. Im Norden befindet sich ein Torhaus mit Seitenflügel. Von hier aus führt eine Brücke über den breiten Hausgraben zu einer Vorburg mit schmaler Gräfte. Die Vorburg ist mit Ausnahme der Südseite bebaut, im Osten liegt ein Torhaus. Von dort führt eine Brücke zu einem Vorwerk , neben dem ein Garten angelegt ist.
Von der annähernd quadratischen Gräfte mit einer Seitenlänge von ca. 100 m sind heute im Norden
noch 90 m, im Westen 60 m erhalten Der Graben ist heute 5-8 m breit und 1,5-4 m tief. An der Südseite ist mit einer Unterbrechung ein schmaler Graben mit einer Sohlenbreite von ca. 1-1,50 m erhalten. Die Ostseite ist gänzlich verfüllt und nur noch durch den Baumbewuchs erkennbar. (S.Eismann).

Arch-Untersuchung/Funde:

Keine