EBIDAT - Die Burgendatenbank

Eine Initiative der Deutschen Burgenvereinigung Menu

Nottuln

Geschichte:

Es existieren nur sehr dubiose, Anfang des 19. Jhs. von einem Kaplan aufgeschriebene Nachrichten, die von einer Grafenburg in den Sachsenkriegen berichteten. Wie der Name nahelegt, handelt es sich eventuell um die Gründung einer mit dem Grafenamt begabten Adelsfamilie, die in Quellen des 9./10. Jhs. auftaucht und mit der Stiftsgründung in Verbindung zu bringen ist. Spätere Bewohner könnten die im 13. Jh. bezeugte Ritter von Nottuln gewesen sein. 1803 gehörte der Grund größtenteils dem Stift. (S.Eismann)

Bauentwicklung:

Die Quellenlage lässt leider keine Aussgaen über die Bauentwicklung zu. 1803 waren noch "bemooste Trümmer" erkennbar. (S. Eismann)

Baubeschreibung:

Vom Typ her gehört die Burg in ihren Ursprüngen zu den karolingerzeitlichen Anlagen. Der Nottulner Burgbereich besteht aus einem sich nordöstlich des Stiftsbezirks von Norden in die tiefere Ortslage hineinschiebenden Plateau, das im Südosten von einem noch heute erkennbaren breiten Graben und im Südwesten von einer künstlich versteilten Hangkante begrenzt wird. Im Osten und Nordosten markiert der noch 1862 sichtbare Burgteich den Rand der Anlage. Im Westen verlief die Grenze entlang der heutigen Hagenstraße und knickte dann über ebenes Gelände zum Burgteich hin ab. (S.Eismann)

Arch-Untersuchung/Funde:

1862 wird von Mauern und Funden von Keramik, Münzen und Waffen berichtet. (S. Eismann)