Geschichte:
Das Haus Senden wird erstmals 1378 als Haupthof zu Papenhalsle erwähnt, mit dem Hermann von Senden als Burgmann auf der bischöflichen Landesburg Rechede belehnt wurde. Eine Familie von Pappenhasne, die nach dem Gut benannt wird, erscheint erstmals 1219 in den Quellen, gleichzeitig mit dem Geschlecht von Senden. 1426 werden Haus und Hof getrennt erwähnt. Der letzte Angehörige des Geschlechts, Engelbert von Senden, verkaufte sie 1468 an Lubbert von Morrien zu Nordkirchen. Nach einem komplizierten Erbgang wohnte ein Zweig der Familie von der Recke ab 1495 auf Senden. Nachdem Dietrich von der Recke zu Senden 1534 im Kampf gegen die Wiedertäufer ums Leben gekommen war, erbte zunächst seine Tochter das Haus und verkaufte es schließlich an die von Fürstenberg. Bis 1596 diente Haus Senden als Wohnstatt eines Zweiges des Geschlechts. Anschließend gehörte Haus Senden der Familie Mecheln auf Sandfort und wurde nur noch von Pächtern verwaltet. 1717 ging der Besitz an die von Bodelschwingh. Zu Beginn des 19. Jhs. wurden die letzten Gebäude abgerissen und 1834 Gräben und Wälle eingeebnet. (S.Eismann)
Bauentwicklung:
Nach bisherigem Kenntnisstand sind keine gesicherten Angaben zur baulichen Entwicklung der wohl in das 14. Jahrhundert zurückreichenden und zu Beginn des 19. Jhs. beseitigten Anlage möglich. (J. Friedhoff).
Baubeschreibung:
Die heute obertägig nicht mehr erhaltene Anlage liegt in einem Acker am Zusammenfluss der Stever und des Selmer Baches und ist im Gelände durch eine auffällige Fundkonzentration von Ziegelbruch und Keramikscherben gut zu lokalisieren. Die einzige bekannte Darstellung der Anlage auf einer Karte von 1804 zeigt drei rechteckige Gebäude auf einem ovalen, auf drei Seiten von einer Gräfte umgebenen Hofplatz. (S. Eismann)
Arch-Untersuchung/Funde:
Lesefunde des 14./15. Jhs.