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Weilerhügel

Geschichte:

Die urkundlichen Nachweise für die Existenz der Stammburg der Herren von Bickenbach reichen nicht vor die erste Hälfte des 12. Jh. zurück. Im Jahr 1130 stiftete Konrad von Bickenbach, der Ahnherr des Geschlechts, eine Kapelle in seiner Burg. Das archäologische Fundmaterial (Keramik) erlaubt freilich eine Datierung der Entstehungszeit der Burg in das 11. Jh. Die als "Motte" angelegte Niederungsburg wurde offensichtlich bereits bald nach 1232 im Zuge einer Fehde der Pfalzgrafen mit dem Erzstift Mainz zerstört und nicht wieder aufgebaut. Als Ersatz errichteten die Herren von Bickenbach auf einem Bergsporn über Alsbach das Alsbacher Schloss. (Jens Friedhoff)

Bauentwicklung:

Im Zuge von Grabungen stieß man 1876 auf Buckelquader und den Sturz eines romansichen Doppelfensters. Ferner kamen Ringmauerreste der Vorburg zum Vorschein. Auf dem Plateau des Mottenhügels sollen 1913 auch Relikte einer Ringmauer ergraben worden sein. Offenbar gehören die baulichen Spuren einer zweiten Phase des Ausbaus der Burg an, da die Keramikfunde eine Gründung des 11. Jh. nahe legen. Um 1130 erfolgte also der Ausbau einer bereits bestehenden Anlage. (Jens Friedhoff)

Baubeschreibung:

Die Anlage gliedert sich in eine Vor- und Hauptburg. Von der Hauptburg blieb im wesentlichen der 11 m hohe Mottenhügel erhalten. Ein nicht besonders tiefer Graben umschließt das leicht erhöhte ovale Vorburggelände. Die Gesamtanlage wurde durch einen äußeren Graben gesichert. (Jens Friedhoff)

Arch-Untersuchung/Funde:

Im Zuge archäolgischer Untersuchung wurde Keramik geborgen, die eine Datierung des "Weilerhügels" in das 11. Jh. erlaubt.