Geschichte:
Ursprünglich dürfte Haus Rockel einem gleichnamigen Adelsgeschlecht gehört haben, von dem es aber keine Überlieferung gibt. Erstmals taucht es 1310 im Besitz der Familie von Valke auf, die eigentlich auf Haus Wersche in Osterwick ihren Stammsitz besaßen. Diese waren als Burgmannen auf Burg Horstmar Ministeriale des Münsteraner Bischofs und übten am Ende des 15. Jhs. das Marschallamt im Fürstbistum aus. Nach dem Aussterben des Geschlechts 1719 kam die Burg in den Besitz der Familie von Raesfeld zu Hameren und danach der Freiherren von Kolff. 1817 wurde es durch die Droste zu Vischering angekauft. (Stefan Eismann)
Bauentwicklung:
Das Torhaus dürfte um 1650 errichtet worden sein. Zwischen 1811 und 1829 sind sämtliche Gebäude mit Ausnahme des Torhauses abgebrochen worden. (Stefan Eismann)
Baubeschreibung:
Nach dem Urkataster lag die 50 x 40 m große Hauptburg inmitten einer bis zu 25 m breiten Gräfte, die vom Rockeler Bach und einer Umflut gebildet wurde. Zusätzlich umgab die Burg ein mächtiger Wall. Auf der Westseite war als weiterer Schutz ein dreieckiger Teich vorgelagert. Die Vorburg lag im Osten vor dem Wall, der Zugang erfolgte durch ein Torhaus auf der Nordseite. (Stefan Eismann)