Geschichte:
Das Haus Werth dürfte aus dem ehemaligen Grundbesitz der Edelherren von Ibbenbüren erwachsen sein. Eine 1160 erwähnte Mühle wird mit der späteren Werthmühle gleichgesetzt, möglicherweise hat auch Haus Werth damals schon bestanden. 1315 wurde es erstmals ausdrücklich erwähnt, als es dem Ritter Ekbert von Tecklenburg vom Grafen von Tecklenburg zum Lehen aufgetragen wurde. Gleichzeitig wurde es zum Offenhaus zugunsten der Tecklenburger Grafen erklärt, was auf eine befestigte Anlage schließen lässt. 1348 wird auf der "Burg zu Werth" eine Urkunde des Grafen Nikolaus I. von Tecklenburg ausgefertigt. Später ist das Haus in den Händen der Herren von Upna, nach deren Aussterben es der Graf von Tecklenburg 1422 an die Familie tor Mollen, später genannt Werthmöller, verkaufte. Ihr gehörte es bis in die Mitte des 19. Jhs.. Anschließend ist es abgebrochen worden. (Stefan Eismann)
Bauentwicklung:
Weil außer den Erwähnungen 1315 und 1348 keine Quellen oder archäologische Untersuchungen zur Burg existieren, können über die Baugeschichte keine Aussagen getätigt werden. Da sie schon in der 1. Hälfte des 15. Jhs. in bürgerlichen Besitz übergegangen ist, dürfte sie zu diesem Zeitpunkt schon nur noch als Gräftenhof existiert haben. Am ehesten ist also für die Burg der Charakter einer Motte anzunehmen. Möglicherweise stellte sie eine Art Vorwerk zur nahegelegenen Burganlage am Heidenturm dar. (Stefan Eismann)
Baubeschreibung:
Über das Aussehen der vollständig abgegangenen Burg können mangels archäologischer Untersuchungen und detaillierter historischer Quellen keine Angaben gemacht werden. Auch ist ihr exakter Standort unbekannt. (Stefan Eismann)
Arch-Untersuchung/Funde:
Keine