Geschichte:
Die Frühgeschichte des Landsberger Schlosses ist leider unklar. Es wird zwar angenommen, dass die seit 1161 nachgewiesenen Herren von Erwitte in diesem Bereich ihre Stammburg besaßen, möglicherweise in Nachfolge eines im Bereich der Kirchenburg liegenden Sitzes, doch wird dies in den Schriftquellen nicht erwähnt. Die Herren von Landsberg sind seit 1300 in Erwitte nachweisbar. Bei der ersten Erwähnung der Burg im Jahr 1445 anlässlich ihrer Zerstörung in der Soester Fehde gehörte sie bereits der Familie von Landsberg. Auch war sie damals schon zweigeteilt, denn es werden zwei Landsberger Häuser erwähnt. 1503 erfolgte eine erneute Güterteilung. Die zweite Linie nannte sich nach der Heirat der Anna von Landsberg mit Freund von Droste zu Schweckhausen "von Droste zu Erwitte". Das spätere Landsberger Schloss wurde ursprünglich auf der nördlichen Herrenhausinsel errichtet. Um 1600 erfolgte unter Jost von Landsberg ein Neubau an anderer Stelle. 1681 wird noch das umgräftete alte Haus erwähnt, das an das Haus derer von Droste gestoßen haben soll. Später entstand an seiner Stelle ein Renteigebäude. 1932 wird das Schloss an die "Deutsche Arbeitsfront" verkauft und zur Reichsführerschule umgebaut. Im 2. Weltkrieg dient es als Lazarett und anschließend als Heil- und Schulungsstätte der Josephsgesellschaft. Von 1959 bis 1976 wurde es als Kaserne genutzt. Nach einem Intermezzo bei der Stadt Erwitte ist es seit 1985 in Privathand und seit 1998 ein Hotelrestaurant. (Stefan Eismann)
Bauentwicklung:
Ob sich die ältesten Gebäude der Burg auf der Nord- oder auf der Südinsel befunden haben, ist strittig. 1445 muss es jedenfalls schon ein Herrenhaus auf der Nordinsel gegeben haben. Um 1600 erfolgte der Bau des heutigen Gebäudes nordöstlich der Nordinsel. Das alte Herrenhaus wird nach 1682 durch ein Renteigebäude ersetzt. (Stefan Eismann)
Baubeschreibung:
Das heutige Schloss besteht aus einem zweigeschossigen Rechteckbau im Stil der Weserrenaissance. An der Nordostecke ist ein quadratischer Turm angefügt. Vom Westen führt eine breite Allee auf das Schloss zu, an deren Nordrand ein rechtwinkliges Scheunengebäude steht. (Stefan Eismann)
Arch-Untersuchung/Funde:
Keine