EBIDAT - Die Burgendatenbank

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Várfo

Geschichte:

Es sind keine schrifliche Quellen überliefert, die Aufschluss über die Geschichte der Anlage geben. Auch über das unterhalb der Burg gelegene Dorf (Váralja = deutsch "unter der Burg") ist wenig bekannt. Unbekannt sind sowohl der Gründer als auch die Dauer der Nutzung des Objkets. (Istvan Feld).

Bauentwicklung:

Die aufgrund des Fundmaterials in der 2. Hälfte des 13. Jhs. Errichtete und vielleicht schon in demselben Jahrhundert durch Brand zerstörte und aufgelassene, Adelsburg wurde wahrscheinlich in einer Bauphase errichtet. Am Rande des ovalen Plateaus des Lösshügels verlief eine etwa 0,7 m breite Umfassungsmauer aus Stein oder Ziegel, die ein 14 x 28 m grosses Gebiet umfasste. Im SO stand ein 7 x 7,5 m grosser Turmbau. Seine Ostmauer bildete einen Verband mit der Umfassungsmauer. Auf der Nord- wie auch auf der Südseite befanden sich (Getreide)gruben bzw. Backöfen. Etwa 7 m tiefer verlief ein Graben um die Burg herum. (Istvan Feld)

Baubeschreibung:

Das Plateau des 232 m NN. Hohen und auf seinen drei Seiten steilen Berggipfels über dem Dorf Váralja hat seine oktogonale Form als Ergebniss des Mitte des 19. Jhs. Erfolgten Abbaus der Ruinen erhalten. Heute findet man hier nur eine sehr stark gestörte, unebene Fläche, ohne Spuren von einstigen Bauten. Etwa 7 m tiefer erinnert nur eine breite Terasse auf den ehemaligen Burggraben. Im Norden sind Spuren eines Walls erkennbar. Über die Terasse führt auf der Nordseite ein schmaler, etwa 20 m langer „Tunnel” ins Innere des Hügels. (istvan Feld)

Arch-Untersuchung/Funde:

Auf den durch Steinraub und Schatzsuche stark beschädigten Burgplateau führte Zs. Miklós 1994 und 1995 je eine zweiwöchige Grabung durch. Sie konnte während dieser Zeit fasst das ganze, erhaltengebliebene Plateaugebiet freilegen. So fand sie im Norden und im Süden Fundamentreste der Umfassungsmauer, Fundamenblöcke des Südteils eines quadratischen Turmes, ein inneres Mauerfragment vor der ehemaligen Nordfassade des Turmes, sowie 8 Gruben und einen Backofen innerhalb der Umfassungsmauer. Besonders die letzten beinhalteten ein gut datierbares und von der Ausgräberin bearbaitetes und publiziertes Fundmaterial,vor allem Töpfe und Bruchstücke von (zum Teil bemalten) Tafelkeramik. Unter den Metallfunden sind die Pfeilspitzen, die Schlösser und das Pferdegeschirr hervorzuheben (Istvan Feld)