Geschichte:
Aus einem der ältesten vier Höfe von Datteln soll Möcklinghof hervorgegangen sein, Stammsitz der gleichnamigen Familie, die seit 1302 Freischöffe genannt wird und im 14. Jahrhundert die Entwicklung des Kirchdorfes Datteln bestimmt hat. 1366 stiftete Johann von Möcklinghof "de wonachtich is toe becke", der am Mühlenbach wohnte, eine Hausstätte im Dorf Datteln, mit deren Einkünften zwölf Lichter vor Apostelbildern finanziert wurden. Spätestens 1421, vielleicht schon 1411, kam Möcklinghoff an Herman von Nehem, der Löringhof und "Mobelinchove" mit Mühle und Zubehör an Diedrich Vrydag von den Husen verkaufte. Nach einer Erbteilung im Hause Fridag 1465 diente Möcklinghof den adeligen Besitzern als Witwensitz. Bereits 1526 war Möcklinghof nurmehr ein bäuerliches Pachtgut des Hauses Löringhof und teilte dessen Schicksal. 1848 wurde das hoch verschuldete Gut von der Familie Möcklinghof, seit 1838 im Besitz des Gutes, verkauft und nachfolgend aufgeteilt. (Katharina Kneppe)
Bauentwicklung:
Die Erwähnung der Herren von Möcklinghof lässt annehmen, dass im 14. Jahrhundert am Mühlenbach, der südlich am Dorf Datteln vorbeifließt, eine burgähnliche Anlage errichtet wurde. Über ihr Aussehen bestehen keine Nachrichten, da Möcklinghof schon bald nach dem Aussterben der Familie von Möcklinghof als Wohnsitz einer Adelsfamilie aufgegeben wurde. Der große Teich beim Hause, dessen Reste in veränderter Form noch heute vorhanden sind, wurde zwischen 1555 und 1571 gegraben und dürfte hauptsächlich zur Wasserversorgung der Mühle gedient haben, die östlich des Hauses und der heutigen B 235 gelegen war. Sie war von jeher zum Hause gehörig und unterstreicht dessen besondere Bedeutung. Nach der Aufteilung des Gutes sollen Wohnhaus und Scheune abgebrannt sein, der Rest wurde 1896/99 durch Brand zerstört, während die Mühle erst nach 1951 abgebrochen wurde.
1774 wurde Möcklinghof zu den Adelssitzen der 3. Klasse gerechnet. Seine Besitzer waren zur Teilnahme am vestischen Landtag berechtigt. (Katharina Kneppe)
Baubeschreibung:
Die letzten baulichen Reste des spätmittelalterlichen Adelssitzes Möcklinghof, des Stammsitzes der gleichnamigen niederadeligen Familie, wurden Ende des 19. Jahrhunderts durch Brand zerstört und abgetragen. Auf dem Burggelände befindet sich lediglich ein alter Teich sowie ein Ehrenmal. (Jens Friedhoff)