Geschichte:
Seit 1341 sind Mitglieder der Familie Vridag erwähnt, die sich nach Peveling benennen, so etwa Dietrich Vridag von Peveling, der das Stadtrichteramt in Recklinghausen bekleidete. 1382 stiftete sein mutmaßlicher Nachkomme Heinrich Vrydag von Peveling eine Kapelle vor Burg und Haus Peveling ("borch und wonynge to pevelingh") im Kirchspiel Datteln. Dass hierin ein Versuch zu sehen ist, Siedler anzuwerben, macht die Zusage eines Friedhofes ebenso deutlich wie das Verbot für die eigenen Bauern, sich am Kirchhof anzusiedeln. Bereits 1381 hatte Heinrich Vridag von Peveling eine Kapelle mit Friedhof auf seinem Hof Ensberg gestiftet. Ob beide Stiftungen wie vorgesehen ausgeführt wurden, ist eher unwahrscheinlich.
Peveling scheint mit dem Ableben des Heinrich Vridag als Burg nicht weiter genutzt worden zu sein, die einzige Tochter Katharina war mit Lobbert von Rechede verheiratet. Während Ensberg an Haus Wilbering in Waltrop gelangte, kam Peveling an den Hofverband Oer des Kölner Domkapitels.
1526 zahlte der Hof Peveling Messkorn an die Kirche von Datteln. 1598 wurde er in Ober- und Niederpeveling geteilt. (Katharina Kneppe)
Bauentwicklung:
Über die Gebäude der vermutlich in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts entstandenen Burg und die gesamte Anlage sind keine Nachrichten bekannt. Die vermutlich nach dem Ableben Heinrich Vridags nicht mehr bewohnte Burg dürfte zum Hof Peveling (Niederpeveling) umgebaut oder aber als funktionsloser Annex des Hofes verfallen sein. (Katharina Kneppe)
Baubeschreibung:
Der Standort der in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts entstandenen Burg der niederadeligen Familie von Peveling ist nich eindeutig zu lokalsierien. Vermutlich ging die als Adelssitz bereits Ende des 14. Jahrhunderts aufgegebene Anlage in einem Hof auf. Heute befinden sich am vermeintlichen Standort der Burg moderne Hofgebäude inmitten von Weideland. (Jens Friedhoff)