Geschichte:
Die ältere Geschichte des Adelssitzes ist nicht bekannt. Erst 1498 ist der Adelssitz zu erschließen, weil in diesem Jahr Heyne van Grolle erwähnt ist, Mitglied der Familie von Grolle, die das Haus im 16. und 17. Jahrhundert besessen hat. 1529 werden "mole und boeuwynge des huses to Cloisteren" ausdrücklich genannt. Da Heyne van Grolle als Kirchmeister der Pfarrkirche von Datteln tätig war, dürfte die Familie schon 1498 im Kirchspiel Einfluss gehabt haben und auf Klostern ansässig gewesen sein. 1541 stiftete sie zusammen mit anderen Adeligen des Kirchspiels für die Einrichtung eines Armenfonds und förderte 1640 die Ausstattung der abgebrannten Kapelle von Ahsen.
Im 16. Jahrhundert erwarben die von Grolle die ehemalige Burg. Um 1700 wurde Klostern hoch verschuldet an die Besitzer von Löringhof verkauft und kam mit Löringhof in der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts. an die Familie von Bönen zu Berge, nachfolgend Westerholt-Gysenberg. (Katharina Kneppe)
Bauentwicklung:
Über die bauliche Entwicklung ist wenig bekannt. In der Urkataster des frühen 19. Jahrhunderts ist eine umgräftete zweiteilige Anlage zu erkennen. Auf der zu vermutenden Vorburg lagen zwei Gebäude, die runde Hauptburg war damals unbebaut. 1929 sollen noch Wälle und Gräben zu sehen gewesen sein.
Die 1529 genannte Mühle befand sich nördlich des Adelssitzes direkt am Klosterner Mühlenbach, während das Haus an einem in den Mühlenbach einmündenden namenlosen Rinnsal lag.
Klostern gehörte 1774 zu den vestischen Adelssitzen der dritten Klasse. (Katharina Kneppe)
Baubeschreibung:
An die Stelle der abgegangenen Wasserburg trat im 19. Jahrhundert eine mehrteilige Hofanlage mit einem 1868 datierten Hauptgebäude. (Katharina Kneppe; Jens Friedhoff)