Geschichte:
Bruchhausen ist aus einem Unterhof des Hofverbandes Huckarde hervorgegangen. Sein Ausbau zur Burg/Adelssitz gehört frühestens in das 15. Jh., obwohl bereits 1241 ein Heinrich von Brochhausen bezeugt und auf diese Besitzung bezogen wird. 1540 war Bruchhausen im Besitz der Margareta von Varssem und gelangte damals zusammen mit der Lohburg an Lambert von Berswordt, den Margaretha geheiratet hatte. 1611 folgte dann an die Familie von Bodelschwingh auf Ickern. Um 1658 folgten die von Quadt-Landskron, 1781 wurde Bruchhausen von der Lohburg getrennt und an den Bauern Bramsel verkauft. 1895 kam Bruchhausen an die Zeche Viktor.
1611 war Bruchhausen aus dem Hofverband Huckarde gelöst worden, 1782 wird von den adelig freien Pertinenzien des Gutes gesprochen, wozu auch die Jagdgerechtigkeit gehörte. (Katharina Kneppe)
Bauentwicklung:
Bereits 1781 sollen keine Gebäude der vermutlich spätmittelalterlichen Wasserburg mehr vorhanden gewesen sein, doch wird Bruchhausen noch 1774 unter die adeligen Häusern der dritten Klasse gezählt. Da es nach 1611 nur eine geringe Rolle spielte, dürfte sein Ausbau zwischen das 15. Jahrhundert und 1540 gehören.
1845 waren Wassergraben und Teich noch vorhanden. (Katharina Kneppe)
Baubeschreibung:
Bei der vollständig abgegangenen Burg zu Bruchhausen handelt es sich sehr wahrscheinlich um einen spätmittelalterlichen Adelssitz. 1845 waren noch Reste des Wassergrabens erhalten. (Jens Friedhoff)