Geschichte:
Über die ältere Burgstelle, die bis ca. 1200 existierte, sind keine historischen Nachrichten bekannt. Sämtliche Nachrichten zu Sienbeck betreffen die spätmittelalterliche Burg in nächster Nähe der älteren Anlage.
1367 wird die Mühle bei der alten Sienbeck erwähnt, zu der ein Teich gehörte. Zu schließen ist, dass die ältere Anlage den Herren von Sienbeck noch bekannt war. (Katharina Kneppe)
Bauentwicklung:
Eine ovale ältere Burganlage wurde um 1200 oder wenig später aufgegeben und in nächster Nähe ein Steingebäude errichtet. (Katharina Kneppe)
Baubeschreibung:
Die hochmittelalterliche Burg Sienbeck, Altes Haus, gehört zu den Objekten, zu denen nur wenige Informationen vorliegen. Urkundliche Nachrichten fehlen. Im Gelände ist lediglich ein ovaler Grundriss auszumachen. Es könnte sich um eine Burg des Motte-Typus handeln. (Jens Friedhoff)
Arch-Untersuchung/Funde:
Zwischen 1961 und 1963 fand eine von Karl Brandt geleitete Untersuchung der älteren Sienburg statt. Ermittelt wurden mit zwei Schnitten der Gräftenverlauf und die ovale Form der aus einer Insel bestehenden Anlage, die einen Wasserzufluss zum Holzbach besaß. Aufgrund geringer Bebauungsspuren auf der Burginsel gehen die Ausgräber davon aus, dass die Gebäude ursprünglich auf einem Burghügel standen, mit dessen Erdmaterial die Gräften verfüllt wurden. Im Nordwesten war die angeschnittene Gräfte 20 m, ansonsten 12 m breit. Ein Steinfundament aus Brocken von Sandmergel konnte hart außerhalb, teilweise die Gräfte überdeckend, aufgedeckt werden, ein gotischer Krug aus niederrheinischem Steinzeug, der in nächster Nähe zusammen mit Pingsdorfer Keramik geborgen wurde, datiert die Entstehung des Gebäudes in die Zeit um 1200 oder das frühe 13. Jahrhundert. In dieser Zeit muss die Gräfte der ältesten Anlage verfüllt gewesen sein. Zum Steinfundament gehörige Gräben fanden sich nicht. (Katharina Kneppe)