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Wulfen

Geschichte:

Der Haupthof in Wulfen, auf dessen Grund vor dem 13. Jahrhundert die Pfarrkirche von Wulfen gegründet wurde, war ein bischöfliches Lehen der Ritterfamilie von Wulfen. Während einer der Familienzweige seit 1173 das Drostenamt der Bischöfe von Münster innehatte und im 13. Jahrhundert seinen Wirkungsschwerpunkt auf die Burg Vischering bei Lüdinghausen verlegte, blieben Familienmitglieder am Urspungsort Wulfen ansässig. Ihr Besitz wird im 14. Jahrhundert häufig genannt, als das Geschlecht zahlreiche Verkäufe tätigte. Unter den Besitzungen befand sich die Hofstätte von Hohenwulfen, die 1393, an anderer Stelle 1381, an die Kirche von Wulfen gelangte und auf der sich bis 1896 das Pfarramt befand, später Borgmann im Köhl. Die Höfegruppe Köhl liegt in nächster Nähe der bei der digitalen Geländeaufnahme erfassten Burg am Wienbach, so dass sie als der älteste Stammsitz des Geschlechtes von Wulfen angenommen werden darf. Die Burg wird das 14. Jahrhundert nicht überdauert haben. (Katharina Kneppe)

Bauentwicklung:

Ein erster urkundlicher Hinweis auf die vollständig abgegangene Burg bietet die Erwähnung der in bischöflich-münsterschen Diensten stehenden Familie von Wulfen im Jahr 1173. Sehr wahrscheinlich ist die hochmittelalterliche Burg bereits im 14. Jahrhundert aufgegeben worden und geriet in Verfall. (Jens Friedhoff)

Baubeschreibung:

Im Luftbildbefund und in der digitalen Geländeaufnahme zeigt sich eine nahezu runde Insel, die von zwei Gräben umgeben ist. Südlich davon sind weitere rechteckige Strukturen erkennbar, die ebenfalls zu dieser Anlage gehört haben dürften. (Katharina Kneppe)