EBIDAT - Die Burgendatenbank

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Holsterhausen-Rahde, Schwatte Borg

Geschichte:

Über die Entstehung und Entwicklung der als Motte anzusprechenden Burg sind keine schriftlichen Nachrichten bekannt.
Ein Ortsadelsgeschlecht, das die Anlage errichtet haben könnte, wird in den Quellen nicht genannt. 1254 verkaufte Ludolf von Steinfurt einen Haupthof mit sieben Unterhöfen in Rodthe, das auf Rhade bezogen wird. Im 14. Jahrhundert besaß ein Werner von Bekehusen (bei Altenberge) Güter in Rhade als münsterisches Burglehen.
Die Nähe des Dorfes und der Burg zum Wohnsitz der Herren von Lembeck, Ritter und überaus selbstständige Dienstleute des Bistums Münster, lässt allerdings vermuten, dass die Anlage das 14. Jahrhundert nicht überdauert hat. 1952 wurde die Burg im Zuge der Flurbereinigung eingeebnet. (Katharina Kneppe)

Bauentwicklung:

Bei der als Schwatte Borg bezeichneten Anlage handelt es sich sehr wahrscheinlich um eine im Spätmittelalter entstandene Motte, die offenbar bereits im 14. Jahrhhundert aufgegeben worden ist. Eine Datierung der Anlage vor dem 11./12. Jh. erscheint aufgrund der wenigen auf der Burgstelle gemachten Funde eher fraglich. (Jens Friedhoff)

Baubeschreibung:

Die heute noch 0,3 m hoch erhaltene Insel mit einem Durchmesser von ca. 30 m war von einem Doppelgraben mit eingeschlossenem Walll umgeben. Der Gesamtdurchmesser der Anlage betrug ca. 100 m. Eine Vorburg gehörte mit einiger Sicherheit nicht dazu. Über die Zuwegung lassen sich keine Aussagen treffen. (Katharina Kneppe)

Arch-Untersuchung/Funde:

Auf der Burgstelle wurden Bruchsteine, eine Handmühle, eine eiserne Pfeilspitze und ein Reitersporn und Keramik vermerkt, die eine Anlage vor dem 11./12. Jh. unwahrscheinlich sein lassen.