Geschichte:
Rund um Essen entstanden im 13. und 14. Jahrhundert mehrere Adelssitze von Dienstmannen des Damenstifts Essen. Zur Grenzsicherung im Nordwesten entstanden die Häuser Bermen und Ripshorst. Die Rittersitze ermöglichten die Kontrolle der alten Straße von Essen an den Rhein sowie der Emscherübergänge.
Der Name des Hauses Ripshorst ist sehr wahrscheinlich von der der Familie Reep oder Repe (= bräunlich schillernde Farbe), die ursprünglich auf diesem Haus saß, abgeleitet. Sie führte ein Hirschgeweih im Wappen und wird 1360 zum ersten Mal genannt. 1483 kommt der Besitz an die Herren von Berge, die sich Ende des 16. Jhs. von Berge zur Ripshorst nennen. Durch Heirat gelangte das Gut 1617 an die Familie von Vittinghoff-Schell. Eine letzte Belehnung durch die Äbtissin erfolgte 1776 an Clemens August von Vittinghoff-Schell. Die Familie verkaufte das Gut Anfang des 20. Jhs. an die Hüttenwerke Oberhausen AG. Zum Gut Ripshorst gehörten 322 Morgen Land. Den letzten Rest des Adelssitzes stellt eine umgebaute, in ein modernes Gebäudeensemble des Informationszentrums Emscher Landschaftspark integrierte Scheune dar. (Horst Kibbert)
Bauentwicklung:
Haus Ripshorst gehört zu den zahlreichen kleineren Adelssitzen des Ruhrgebiets, deren Geschichte und bauliche Entwicklung bislang kaum erforscht worden sind. Die bauliche Entwicklung des vermutlich bis in die Mitte des 14. Jhs. zurückgehenden Ritterseitzes ist bislang weitgehend unbekannt. Unklar ist ferner, wann Haus Ripshorst als adeliger Wohnsitz aufgegeben und lediglich als Pachtgut genutzt wurde. Erhalten hat sich lediglich eine frühneuzeitliche Scheune, die in das moderne Gebäudeensemble des Informationszentrums Emscherpark integriert wurde. (Jens Friedhoff)
Baubeschreibung:
Von den Gebäuden der vormaligen Wasserburg ist mit Ausnahme einer frühneuzeitlichen Scheune nichts erhalten geblieben. Die auf dem Burgareal entstandenen modernen Gebäude dienen als Informationszentrum des Emscher-Landschaftsparks. Ein Bauern- und ein Gehölzgarten sowie ein Gastronomiebetrieb vervollständigen das Informationszentrum. (Jens Friedhoff)
Arch-Untersuchung/Funde:
Archäologische Untersuchungen haben nicht stattgefunden.