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Addingaburg

Geschichte:

Bei den Addinga im Norderland scheint es sich um ein altes Häuptligsgeschlecht gehandelt haben, das im Spätmittelalter stark an Bedeutung verloren hat. Ein Zusammenhang mit der aus dem Rheiderland nach Westerwolde eingewanderten, niederländischen Häuptlingsfamilie Addinga ist bislang ungeklärt. Für 1322 wird ein Tyrlingus Addinga als erster der Bürgemeister von Norden genannt, die dem Kloster Ihlow Schutz versprachen. Ein anderer Thirlinck Addinga wird in einer Urkunde von 1434 aufgeführt, in der mehrere angesehene Männer des Norderlandes schwören, den mit Hima Idzinga, Häuptlingsfrau in Norden, abgeschlossenen Vertrag zu halten. Es ist anzunehmen, dass die Besitztümer der Norderländer Addinga ursprünglich auf der Addinggaste bei Norden gelegen haben, die in der 2. Hälfte des 14. Jhs. Flutkatasrophen zu Opfer fiel und erst ab der erneuten Eindeichung in der 2. Hälfte des 16. Jhs. wieder bewirtschaftet werden konnten. Die Burgstelle könnte somit schon eine Art Rückzugsposition einer ehemals bedeutenden, aber später immer noch angesehenen Familie gewesen sein, deren Reichtümer zum großen Teil ein Raub des Meeres wurden. Geblieben ist die Bezeichnung des Platzes als "Oldebörg". (Stefan Eismann)

Bauentwicklung:

Beim gegenwärtigen Forschungsstand können keine Angaben zur Bauentwicklung gemacht werden. (Stefan Eismann)

Baubeschreibung:

Auf einer Karte von 1792 ist die Burgstelle als "Hügel, wo vor Zeiten eine Burg gestanden" bezeichnet. Weitere Angaben können zu ihrem Aussehen nicht gemacht werden. (Stefan Eismann)

Arch-Untersuchung/Funde:

Keine