EBIDAT - Die Burgendatenbank

Menu

Zell bei Hilpoltstein

Geschichte:

In einer Urkunde des Klosters Heilbronn wird 1169 mit Otto von Celle ein erster Angehöriger des Ortsadelsgeschlechts erwähnt. 1325 wird der letzte Vertreter der Herren von Celle genannt, die den Ort wahrscheinlich vom Eichstätter Domkapitel zu Lehen hatten.
Von 1477 bis 1650 sind die Herren von Jahrsdorf als Besitzer des Dorfes und des adeligen Sitzes genannt. Deren Erbtochter Katharina war mit Graf Julius Caesar Visconti verheiratet, mit dessen Tod 1656 das Lehen an Pfalz-Neuburg heimfiel. 1646 ist die Burg durch die Schweden belagert und eingenommen worden.
Die weiteren Besitzer waren von 1658-80 der Pfleger Umgelder zu Allersberg, Wolf Bernhard Silbermann ab 1680, 1702-1757 von Preysing, von Zehmen, von Rabenau 1780 bis 1797, Franz Karl von Straßer 1797-1816, Friedrich von Boller von 1816 bis 1840, von Hornberg bis 1848 und von Pestalozza. Anfang der 1867 kaufte ein Fräulein Mayerhofer das Schloss und richtete mit Hilfe einer religiösen Gemeinschaft ein Erziehungsheim darin ein. 1872 ging es an die Franziskanerinnen in Dillingen, die hier eine Taubstummenanstalt etablierten. (Stefan Eismann)

Bauentwicklung:

Die Bauentwicklung der mittelalterlichen Burg ist unbekannt. Zu ihr existieren außer einer bildlichen Darstellung von 1622, die ein typisches fränkisches Weiherhaus zeigt, keine weiteren Quellen.
Der Besitzer Boller erbaute von 1822 bis 1824 das neue Schloss. Der Nordflügel wurde später aber wieder abgebrochen und durch Gebäude der Taubstummenanstalt ersetzt. (Stefan Eismann)

Baubeschreibung:

Die Burg befand sich in der Nähe der Kirche und ist in einer Zeichnung auf einer Karte von 1604 in der Gestalt einer Wasserburg mit Wohnturm dargestellt. Dargestellt ist ein zweigeschossiges Gebäude mit Satteldach und Zwerchhaus, das im Südosten der unregelmäßig geformten Burgfläche steht. Eine Brücke führt über den Wassergraben, weitere Baustrukturen sind nicht dargestellt.
Von dem ursprünglich aus zwei separaten Flügeln bestehenden, klassizistischen Schloss ist nur noch der Südflügel erhalten. Es handelt sich um einen dreigeschossigen Bau mit Walmdach, der hofseitig mit einem Eingangsrisalit und einem Zwerchgiebel mit Nischenfigur versehen ist. (Stefan Eismann)

Arch-Untersuchung/Funde:

Keine