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Sachsen

Geschichte:

Die historischen Nachrichten zu einem befestigten Adelssitz in Sachsen sind verwirrend. Die Annahme, dass hier mehr als nur einer existiert hat, erscheint vernünftig. Doch lassen sich die Besitzer nicht eindeutig auf zwei oder mehrere Sitze aufteilen und es ist auch nur ein Sitz lokalisiert.
1349 wurde mit Fritz Schade von Sachsen erstmals ein Ministeriale mit Sitz in Sachsen genannt. Die Familie war bis 1419 in Sachsen ansässig. Ein 1395 genannter Heinrich Deuerlein zu Sachsen war wohl ein aus der bäuerlichen Elite aufgestiegener Niederadeliger, der in Sachsen eine "Behausung", ein befestigtes Haus, besaß. Dieses erwarb der Eichstätter Marschall Hans Feldbrecher zu Sachsen. Von Jörg Feldbrecher ging die Burg als markgräfliches Lehen an Conz Hayd über, dessen Witwe sie an Heinz Weylerspacher veräußerte, der bis 1451 auf Sachsen saß.
1452 ist die Rede von einem Burgwall in Sachsen, der zusammen mit einer Hofstatt im Besitz des Ministerialen Fritz Stettner zu Leutershausen war. Wahrscheinlich war damit nicht der Sitz der Feldbrecher, sondern eine ältere Anlage gemeint, da die Behausung der Feldbrecher wohl noch im Vorjahr bewohnt war.
Ab 1445 ist die Familie Seckendorff mit Lehensbesitz in Sachsen nachweisbar. 1463 wird Sigmund von Seckendorff-Aberdar mit der Behausung in Sachsen durch die Markgrafen von Ansbach belehnt. 1548 war der damals unbebaute Burgstall im Besitz der Markgrafen, die ihn als Erbzinslehen an Christoph Waltz verlehnten. 1579 wird ein Graben um den Burgstall erwähnt, danach erscheint er nicht mehr in der historischen Überlieferung. (Stefan Eismann)

Bauentwicklung:

Der gegenwärtige Forschungsstand lässt keine Angaben zur Baugeschichte zu. (Stefan Eismann)

Baubeschreibung:

Oberflächlich sind keine Spuren der Burg mehr vorhanden. 1579 wird ein Graben erwähnt, vorher ist von einem Burgwall die Rede. Ob beide Details die selbe Anlage betreffen, ist aber unklar. (Stefan Eismann)

Arch-Untersuchung/Funde:

Keine