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Riede

Geschichte:

Der Ort Riede wird erstmals 1074 in einer Urkunde des Klosters Hasungen genannt. 1356 war Riede mittlerweile in hessischen Händen und geht in einem Tauschgeschäft vom Landgrafen an die Herren von Wehren. 1443 verkaufen diese Riede an die Herren von Meysenbug. Nach deren Aussterben 1810 fällt der Besitz als erledigtes Lehen zurück an den damaligen Landesherren, König Jérôme Bonaparte von Westfalen. Dieser schenkt den Ort dem Grafen d'Albignac und macht ihn zum Grafen von Riede. Nach nur vier Monaten kehrt dieser aber nach Frankreich zurück. 1815 war Riede wieder im Besitz des mittlerweile zum Kurfürstentum erhobenen Hessen-Kassel. Kurfürst Wilhelm I. übergibt in diesem Jahr das Gut seinem Sohn, der es 1826 an die Familie von Buttlar verkauft. Dieser gehört es bis 2007, als es an neue Besitzer veräußert wurde. (Stefan Eismann)

Bauentwicklung:

Der Charakter der ursprünglichen Bebauung im Schlossbereich ist noch nicht geklärt. Zu ihr gehörte auch eine romanische Kapelle, weshalb hier auch ein Kloster oder ein Klosterhof vermutet wurde. Im Spätmittelalter ist hier aber schon eine Burg entstanden, deren Fundamente teilweise in das 1563 durch Leo von Meysenbug erbaute Renaissanceschloss integriert wurden. 1679 wurde der Westflügel angebaut. Der Südflügel ersetzte erst 1878 die ehemalige Schlossküche. (Stefan Eismann)

Baubeschreibung:

Das heutige Schlossgebäude enthält im Keller, dem Erdgeschoss und dem ersten Obergeschoss noch Elemente des mittelalterlichen Vorgängerbaus. An der Südseite befand sich bis 1878 die romanische Apsis einer Kapelle, sie musste dann einem Anbau weichen. Im Nordosten weist das Gebäude einen über Eck gestellten Erker auf, im Nordwesten einen kleinen Anbau und in der Mitte der Ostseite einen runden Treppenturm. (Stefan Eismann)

Arch-Untersuchung/Funde:

Keine