Geschichte:
Die Edelherren von Gudenburg stammten vermutlich aus Stroforth bei Grebenstein und sind erstmals für das Jahr 1175 bezeugt. Sie besaßen die beiden Gudenburgen als Lehen des Erzbistums Mainz, das sie 1183/90 von den thüringischen Landgrafen erworben hatte. Zu Beginn des 13. Jhs. kam es zu einer Erbteilung innerhalb der Familie, wobei die Linie auf dem Kleinen Gudenberg den Namen von Gudenburg unverändert beibehielt. Der Status als Ganerbenburg zeichnet sich in der Zweiteilung der Burganlage ab. 1281 soll Landgraf Heinrich von Hessen die beiden Gudenburgen zerstört haben. (Stefan Eismann)
Bauentwicklung:
Da archäologische Untersuchungen bisher nicht stattgefunden haben, können keine detaillierten Angaben zur Baugeschichte gemacht werden. (Stefan Eismann)
Baubeschreibung:
Die Burg auf dem Kleinen Gudenberg nimmt eine Fläche von 160 x 80 m ein, sie ist wie ihr Pendant auf dem Großen Gudenberg durch einen Graben in zwei Teile getrennt. Auf der höchsten Stelle wurden in neuerer Zeit Mauerreste eines Turmes freigelegt. Allerdings wird der nordwestliche Bereich größtenteils durch ein 25 m breites, trichterförmiges Loch unbekannter Entstehung eingenommen. Von den mehreren Arealen, die früher als Vorburgen angesprochen wurden, ist dies nur bei einem 37 x 29 m großen Plateau im Südosten wirklich vorstellbar. Gegen den vom Großen Gudenberg herabziehenden Berggrat ist die Burg durch einen halbrunden Halsgraben mit Außenwall gesichert. (Stefan Eismann)
Arch-Untersuchung/Funde:
Lesefunde von Keramik des 13. Jhs.