Geschichte:
Die Burg in Burguffeln war Stammsitz der seit 1234 in der historischen Überlieferung erscheinenden Herren von Uffeln. Sie standen bis zum Ende des 13. Jhs. in den Diensten des Erzbistums Mainz und danach in denen der Landgrafen von Hessen. 1358 sind sie erstmals im Besitz eines Burglehens in Ostuffeln, das ihnen die Groppe versetzten. Zwischen 1349 und 1358 hatten diese eine Kemenate errichtet, die nun zum Sitz der Herren von Uffeln wird. Die erste bekannte Belehnung mit dem Burglehen erfolgte 1450. 1455 heißt es im Grebensteiner Salbuch, dem landgräflichen Besitzverzeichnis, dass Ostuffeln eine Wüstung "gelegen hinter der Borg" sei. Der Name "Burguffeln" anstelle von Ostuffeln wird erstmals 1513 verwendet. 1494 wird die Kemenate im Besitz der Uffeln erwähnt, 1554 "die Kemenate und der Burgsitz". Am Ende des 16. Jhs. teilen zwei Brüder den Besitz unter sich auf, zwischen ihren beiden Arealen wurde eine Mauer errichtet. Am Ende des 17. Jhs. erwarben die Uffeln Besitztümer in Thüringen und schieden 1729 aus der hessischen Ritterschaft aus. 1751 ging das Uffelsche Gut durch einen Gütertausch als Domäne in den Besitz der Landgrafschaft Hessen-Kassel über. (Stefan Eismann)
Bauentwicklung:
Die mittelalterliche Baugeschichte der Burg entzieht sich unserer Kenntnis. Im 16. Jh. wurde im Zuge der Aufteilung des Besitzes das steinerne Haus südlich der Kirche errichtet. Neben diesem Herrenhaus befand sich das 1632 entstandene sog. "Fräuleinhaus". 1752 wurde nach dem Abbruch der Burg im Vorburgbereich ein Pächterwohnhaus mit Wirtschaftsflügeln errichtet oder renoviert. In der 2. Hälfte des 19. Jhs. wurden neue Stallgebäude erbaut. Ab 1994 wurden die Gebäude zur Nutzung als Behindertenwohnheim und Veranstaltungszentrum renoviert und umgebaut. (Stefan Eismann)
Baubeschreibung:
Das ehemalige Herrenhaus der Domäne besteht aus einem zweiflügeligen, zweigeschossigen Massivbau des 16. Jhs. Die Kirche stammt in ihrer gegenwärtigen Form aus dem 18. Jh., ist aber im Kern die Burgkapelle aus dem 13. Jh. Die abgebrochene Burg stand nördlich des heutigen Gutskomplexes. Die rechteckige Vierflügelanlage besaß im Nordosten und Südosten jeweils einen runden Eckturm. Von der Burg sind nur noch einige Stützmauern an der Süd- und Westseite erhalten. (Stefan Eismann)
Arch-Untersuchung/Funde:
Keine