EBIDAT - Die Burgendatenbank

Eine Initiative der Deutschen Burgenvereinigung Menu

Immenhausen

Geschichte:

Zwischen 1123 und 1189 erscheint ein Ortsadelsgeschlecht der Herren von Immenhausen in den Quellen; ob sie mit dem Bau der Burg in einem Zusammenhang stehen, ist aber nicht bekannt.
1282 wird in einem Schiedsspruch König Rudolfs im Streit zwischen dem Mainzer Erzbischof und Landgraf Heinrich von Hessen Immenhausen als von hessischen Burgmannen besetzt erwähnt. 1297 erwarb Landgraf Heinrich I. von Hessen Burg und Siedlung von den Grafen von Everstein und betrieb den Ausbau des Ortes zur Stadt, der offenbar 1298 vollendet war. Burg und Stadt sollten das neu erworbene Territorium gegen das Herzogtum Braunschweig-Lüneburg sichern. 1325 fordert das Erzbistum Mainz "Burg und Stadt" Immenhausen als altes Lehen ohne Erfolg zurück. 1336 verpfändet Landgraf Heinrich II. seinen Brüdern als Abfindung die Burg Immenhausen. 1385 wurden Stadt und Burg im Konflikt zwischen der Landgrafschaft Hessen und einem Bündnis von Mainz, Braunschweig, Thüringen, Köln, Münster und Osnabrück erobert und niedergebrannt. Die Burg wurde nicht wieder aufgebaut. (Stefan Eismann)

Bauentwicklung:

Die Quellenlage lässt keine Angabe von Details zur Baugeschichte der Burg zu. Es ist nur bekannt, dass Landgraf Heinrich I. sie 1303 erneuerte. (Stefan Eismann)

Baubeschreibung:

Von der Burg zeugt heute nur noch eine ovale Ausbuchtung der Stadtmauer. Da die 1962 entdeckten Baustrukturen nicht dokumentiert wurden, können keine näheren Angaben zu ihrer Gestalt gemacht werden. (Stefan Eismann)

Arch-Untersuchung/Funde:

1962 werden bei Bauarbeiten auf dem Gebiet der Stadtsparkasse Fundamente und Gewölbereste der Burg entdeckt, aber nicht dokumentiert.