EBIDAT - Die Burgendatenbank

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Beltershausen

Geschichte:

Die Burg war vermutlich Sitz eines Ortsadelsgeschlechts, das erstmals für das Jahr 1235 mit Tammo von Beltershausen urkundlich belegt ist. Seine Tochter Sophia trat 1243 in das Kloster Berich ein, mit der Ausstattung der Tochter wurde wahrscheinlich auch der Familienbesitz in Beltershausen an das Kloster übertragen. In der Folge erscheint Tammo nur noch als Schultheiß von Frankenberg in den Diensten Heinrich Raspes. Er scheint keine männlichen Nachkommen besessen zu haben.
Erst 1452 wird die Burg urkundlich erwähnt. In diesem Jahr gibt Bernhard von Herzenrode vor Gericht an, dass Reinhard von Dalwigk und Friedrich von Hertingshausen seinen Burgenbau ohne Fehdeerklärung zerstört hätten. Die Beklagten gaben zu ihrer Verteidigung an, dass sie als Pfandinhaber der Naumburg ihm den Bau untersagt hätten. So hätten sie die Burg niedergebrochen und verbrannt.
Das Dorf Beltershausen ist nach 1534 wüst gefallen. Zwischen 1760 und 1788 wurden die letzten Baureste abgebrochen. (Stefan Eismann)

Bauentwicklung:

Der Bau der Burg durch durch Bernhard von Herzerode muss unmitelbar vor dem Jahr 1452 stattgefunden haben. Ob vorher schon eine Anlage bestanden hat und ob schon Tammo von Beltershausen hier eine Burg besaß, könnten nur archäologische Untersuchungen klären. Die Burg scheint nach 1452 nicht mehr wiederaufgebaut worden zu sein und war somit äußerst kurzlebig. (Stefan Eismann)

Baubeschreibung:

Die Dorfwüstung Beltershausen liegt in einer Schleife der Elbe. Die Burg lag auf einer flachen Anhöhe gegenüber. Von ihr sind noch der Burghügel und stark verschliffene Reste der trapezförmigen Wall-Graben-Befestigung erkennbar. Sie umfasste ein Areal von max. 40 x 42 m Größe. (Stefan Eismann)

Arch-Untersuchung/Funde:

Keine