EBIDAT - Die Burgendatenbank

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Fritzlar, Stadtburg

Geschichte:

Über die Errichtung einer neuen Burg in Fritzlar wurde 1287 ein Vertrag zwischen dem Erzbistum Mainz und der Stadt abgeschlossen, in dem festgelegt wurde, dass die Stadt Burg und Burgmannen unbehelligt lässt und der Erzbischof die Stadt von der Burg aus nicht bedrängt. 1313 war die Burg allerdings immer noch nicht gebaut. Erst 1329 wird sie dann als existierend urkundlich erwähnt. 1345 und 1421 wurde die gesamte Burg jeweils an nur einen Burgmann als Lehen vergeben, so dass es sich um eine eher unbedeutende Anlage gehandelt haben muss. Spätere urkundliche Erwähnungen sind nicht bekannt, auch ist sie auf keiner der bekannten Stadtansichten, von denen die früheste in das Jahr 1581 datiert, dargestellt. (Stefan Eismann)

Bauentwicklung:

Die Errichtung der Burg erfolgte über mehrere Jahrzehnte hinweg. 1345 werden erst Bergfried und Wohnbau genannt und der weitere Ausbau mit Kemenaten, Türmen und anderen Gebäuden nur in Aussicht gestellt. Ob die Burg jemals in dieser Form vollendet wurde, ist nicht bekannt. 1553 lag die Burg in Trümmern und wurde abgetragen. (Stefan Eismann)

Baubeschreibung:

Die Burg wurde gegenüber dem Mainzer Fronhof im Westen der Stadt errichtet. Für ihren Bau wurde die Stadtmauer südlich des Grauen Turmes durch eine nach Süden vorspringende Ausbuchtung erweitert. Diese ist später im 15. Jh. noch durch ein Rondell an der Spitze verstärkt worden. Es ist anzunehmen, dass die Burg auch zur Stadt hin durch eine Mauer abgeschlossen war. Aus der historischen Überlieferung ist bekannt, dass von der Innenbebauung der Bergfried und ein Wohngebäude existierten. Weitere Gebäude waren zwar geplant, sind aber wahrscheinlich nie gebaut worden. (Stefan Eismann)

Arch-Untersuchung/Funde:

Keine