EBIDAT - Die Burgendatenbank

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Völkershausen

Geschichte:

Ein Ortsadelsgeschlecht der Herren von Völkershausen erscheint erstmals 1214 in der historischen Überlieferung. Als ihr erster Sitz wird die "Alte Burg" angenommen, eine Bergkuppe 1,5 km westlich von Völkershausen. Diese erscheint aber nie in den Schriftquellen, auch sind dort keine Spuren einer Burg vorhanden. Ihren Besitz, der Lehen der Landgrafen von Hessen war, verkauften die Völkershausen 1416 an die Familie Appe.
In der Folgezeit ist die Quellenlage für Völkershausen sehr verwirrend, klare Besitzlinien lassen sich nicht herauslesen. 1494 wird eine dortige Kemenate genannt, die als Lehen des Klosters Fulda im Besitz der Herren von Eschwege ist. 1569 ging die Kemenate an die Herren von Wehren. (Stefan Eismann)

Bauentwicklung:

Wenn auf der "Alten Burg" tatsächlich eine Burg gestanden hat, so ist über ihre Baugeschichte nichts bekannt. Die späteren Besitzer von Völkershausen residierten im "Roten Schloss" im Ort, von dem ebenfalls nicht bekannt ist, wann es errichtet wurde. Ob es identisch ist mit der 1494 erwähnten Kemenate, lässt sich nicht erschließen. Angeblich ist der im 14. Jh. errichtete Kirchturm ein Rest dieser Anlage. 1630 wurde das "Rote Schloss" im Dreißigjährigen Krieg niedergebrannt. Die heutige Gutsanlage wurde durch die Freiherren von Verschuer ab 1722 errichtet. Das Herrenhaus stammt aus der Zeit um 1800. 1916 musste nach einem Brand ein Teil der Wirtschaftgebäude neugebaut werden. (Stefan Eismann)

Baubeschreibung:

Die "Alte Burg" in Völkershausen wird 1,5 km westlich des Ortes auf einer Bergkuppe nördlich des Schlierbaches lokalisiert. Reste sind von ihr dort nicht mehr zu sehen. Wo das "Rote Schloss" gestanden hat und wie es ausgesehen hat, ist nicht bekannt. Ebenso wenig können Aussagen über die Gestalt und Lage der spätmittelalterlichen Kemenate gemacht werden.
Das heutige Herrenhaus im Ort ist ein Fachwerkbau aus der Zeit um 1800. Zum Wirtschaftshof führt ein steinernes Portalgebäude, das inschriftlich in das Jahr 1728 datiert ist. Die Wirtschaftsgebäude selbst stammen aus dem 19./20. Jh. (Stefan Eismann)

Arch-Untersuchung/Funde:

Keine