Geschichte:
Die Burg lag im Bereich der Wüstung Forst. 1283 wurde ein Ludwig von Forst erwähnt, er kommt auch als Erbauer der kleinen Burg in Frage. 1324 wird der Ort Forst erstmals genannt. 1353 übertragen die Herren von Gleimenhain dem hessischen Landgrafen das Öffnungsrecht über ihre Kemenate von dem Forst. Vermutlich sind Siedlung und Burg am Ende des 14. Jhs. wüst gefallen, da damals auch die ganzen umliegenden Orte aufgegeben wurden. 1464 gelangte die Burgstelle in den Pfandbesitz der Schencken von Schweinsberg. 1478 verkauften sie die Wüstung Forst "samt des wüsten gemauerten Sitzes" an Hans von Dörnberg. 1563 verpflichten sich das Erzbistum Mainz und die Herren von Dörnberg, den "gemauerten Stock" nicht wieder zu einer Burg auszubauen. (Stefan Eismann)
Bauentwicklung:
Beim gegenwärtigen Forschungsstand können keine Angaben zur Baugeschichte der Burg gemacht werden. (Stefan Eismann)
Baubeschreibung:
Die Burgstelle besteht aus einer quadratischen Befestigung mit einer Außenlänge von 16 m. Sie ist von einem Wassergraben und einem nur noch im Westen und Süden erhaltenen Wall umgeben. Das Wasser für den Graben stammt aus zwei Quellen südwestlich der Burg, die Entwässerung erfolgte im Nordosten. Im Innenraum soll sich ein Wohnturm von 8 m Seitenlänge befunden haben, von dem sich oberflächlich keine Reste erhalten haben. Um die Burgfläche zieht sich eine Ringmauer von 16 m Seitenlänge, der ein kleiner Vorwall vorgelagert ist. Die wüst gefallene Siedlung Forst lag nordöstlich der Burg. (Stefan Eismann)
Arch-Untersuchung/Funde:
Lesefunde von Keramik des 13./14. Jhs., Mörtel, gebranntem Lehm, Fragmenten von Fußboden- und Schieferplatten.