Geschichte:
Auf einem Steilhang oberhalb des Flusses Nüst zwischen Mackenzell und Silges befinden sich die Überreste einer ehemaligen Burg in Spornlage. Sowohl über die Errichtungszeit, die Auftraggeber als auch über das Ende dieser Anlage liegen keine Schriftquellen vor. Auf welcher Grundlage die von Knappe (1995) geäußerte Benennung als "Siglindisburg" beruht, lässt sich nicht nachvollziehen.
Im Nordwesten der Burgruine, durch einen tiefen Geländeeinschnitt von dieser getrennt, liegt laut topographischer Karte die Wüstung Klinge, deren Name sich im heutigen Flurnamen Auf der Klinge erhalten hat. Diese wird um das Jahr 1560 zum ersten Mal erwähnt (Mackenzeller Amtsregister). Aus diesem Bereich stammen, wenn auch nur wenige, spätmittelalterliche Keramikscherben. In welchem Verhältnis die Wüstung genau zur Burg stand, lässt sich nicht ermitteln. (Thorsten Sonnemann)
Bauentwicklung:
Zur baulichen Entwicklung der abgegangenen Burg liegen keine gesicherten Erkenntnisse vor. (Thorsten Sonnemann)
Baubeschreibung:
Abschnittsbefestigung auf einem steilen Geländesporn (319 m ü NN) oberhalb des linken Ufers der Nüst, durch einen noch heute gut im Gelände zu erkennenden Halsgraben von der Höhe abgetrennt. Dieser Halsgraben erstreckt sich über eine Länge von ca. 35 m, ist noch ca. 5-6 m breit und ca. 1,5 m tief erhalten. Die Länge des dadurch abgetrennten Sporns liegt bei ca. 40 m. Von der ehemaligen Ringmauer sind noch geringe Reste erhalten. Das Spornende liegt ca. 2-3 m tiefer als der Rest und war anscheinend mit einer Mauer vom Sporn abgetrennt. Von dieser Mauer sind noch Reste erkennbar, ebenso von einer in Richtung Halsgraben gelegenen, gleichfalls quer zum Sporn verlaufenden Mauer. Neben dieser Mauer, deren Steine z. T. noch in Reihe gesetzt in einem in den Boden eingetieften Bereich offen liegen, gibt es weitere Eintiefungen, die auf illegale Freilegungen in jüngster Vergangenheit zurückgehen. (Thorsten Sonnemann)
Arch-Untersuchung/Funde:
Keine