EBIDAT - Die Burgendatenbank

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Langenschwarz

Geschichte:

Die Burg in Langenschwarz, am Schwarzbach gelegen, war Stammsitz der Herren von Schwarza. Diese lassen sich von 1293, mit Albert von Schwarza, bis 1414 in den Schriftquellen verfolgen. Von 1494/1506 bis 1668 war die Burg in Besitz der von Buchenau. 1677 kam sie durch Kauf in den Besitz des Fürstabtes von Fulda, der sie seinem Vizekanzler Dr. Johann Ludwig Joannis übergab. Dieser begründete die spätere Linie der von Langenschwarz, die 1793 ausstarb. Danach kam das Lehen wieder an das - nun Fürstbistum - Fulda. (Thorsten Sonnemann)

Bauentwicklung:

Aussagen zur Entstehung und baulichen Entwicklung der mittelalterlichen Burg in Langenschwarz sind zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht möglich. Im 16. Jahrhundert wurde an ihrer Stelle ein Schlossbau errichtet, der im Dreißigjährigen Krieg zerstört wurde. Im 18. Jahrhundert kam es zu einem Wiederaufbau und 1844 zum Abbruch des dritten Geschosses des Hauptbaus. 1961 wurde dessen Untergeschoss umgebaut, in dem heute die katholische Kirche St. Johannes der Täufer ihren Sitz hat. (Thorsten Sonnemann)

Baubeschreibung:

Heute steht an der Stelle der ehemaligen Wasserburg, mitten im Ort gelegen, ein Schlossbau (Schloßweg 1) mit Herrenhaus (Altes Schloß 2/3) mit massivem Untergeschoss und Fachwerkobergeschoss (teilweise 17. Jh.). Im Untergeschoss des Schlosses befindet sich heute die katholische Kirche St. Johannes der Täufer. Die Kellergewölbe und das massive Untergeschoss des Herrenhauses stammen eventuell – zumindest im Kern – noch von der mittelalterlichen Wasserburg. (Thorsten Sonnemann)