Geschichte:
In Großenlüder bestanden im Mittelalter drei Burgen, von denen sich keine Überreste sicher nachweisen lassen. Eine Lokalisierung kann eingeschränkt vorgenommen werden. Demnach bildeten diese drei Burgen ein Dreieck und waren jeweils nicht mehr als 200 m voneinander entfernt. Ihre Entstehungszeit liegt im Dunkeln, allein die Ersterwähnung des Adelsgeschlechts der von Lüder zum Jahr 1116 kann als Orientierungspunkt angeführt werden. Zu dem jeweiligen Aussehen und Umfang kann keine Aussage getroffen werden. Die Abgrenzung bzw. Unterscheidung der drei Burgen im Ort in den zeitgenössischen Quellen ist teilweise schwierig, wenn nur allgemein von einer Befestigung die Rede ist. Eine dieser dreien ist die Niederburg, auch Altenburg genannt. Ihre Erstnennung stammt aus dem Jahr 1422, als Jörg von Lüder seine Anteile an der Burg dem Fuldaer Fürstabt Johann I. von Merlau verkauft, wobei sie irritierenderweise in diesem Zusammenhang ebenso Fröschburg genannt wird. Der niedrige Kaufpreis von 60 Gulden lässt auf eine schlechte Erhaltung zu dieser Zeit schließen. 1477 hat Martin von Lütterz (Lutharts) Anteile an der Niederburg. Diese verpfändete er 1489 an den Fuldaer Fürstabt Johann II. von Henneberg. 1495 ist Kaspar Bissigel mit Anteilen an der Niederburg belehnt. Dies ist gleichzeitig die letzte schriftliche Nennung dieser Befestigung. (Thorsten Sonnemann)
Bauentwicklung:
Zur baulichen Entwicklung der mittelalterlichen Burg liegen bislang keine gesicherten Erkenntnisse vor. (Thorsten Sonnemann)
Baubeschreibung:
Es besteht keinerlei obertägige Erhaltung, selbst eine Lokalisierung kann nur unter Vorbehalt vorgenommen werden. (Thorsten Sonnemann)