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Großentaft, Kemenate

Geschichte:

Großentaft liegt am Oberlauf der für den Ort namensgebenden Taft. Die besondere Bedeutung des Ortes gründet auf seiner verkehrspolitisch wichtigen Lage, da die Altstraße antsanvia durch den Ort führte. Großentaft beherbergte im Mittelalter neben einem Wehrkirchhof zwei weitere Befestigungen. Zum ersten Mal begegnet ein sich als ihren Stammsitz auf den Ort beziehendes Adelsgeschlecht der von Taft im Jahre 1257, hier Ekkehard von Tafta. Dieses lässt sich bis zum Beginn des 15. Jahrhunderts weiterverfolgen. Die Ersterwähnung einer nicht näher spezifizierten Befestigung im Ort stammt aus dem Jahr 1330, wobei diese als Fuldisches Lehen in Besitz von Johannis von Ottensassen in Erscheinung tritt.
Erst 1430 wird konkret von einer Kemenate gesprochen, mit der zu diesem Zeitpunkt Georg von Rode belehnt war. Es wird dabei von einer Wasserburg an der Taft ausgegangen, an die heute noch der Straßenname "Am Kaemnatengraben" erinnert. 1464 ging sie von den von Rode an Johann von Buttlar. Über die von Haune und die von der Tann kommt die Anlage 1687 in den Besitz des Fürstabts von Fulda. (Thorsten Sonnemann)

Bauentwicklung:

Zur baulichen Entwicklung der Burg liegen bislang keine gesicherten Erkenntnisse vor. (Thorsten Sonnemann)

Baubeschreibung:

Die ehemalige Wasserburg kann nicht exakt im Gelände lokalisiert werden, zumal keinerlei obertägige Erhaltung vorhanden ist. Auch ein noch für das 19. Jahrhundert angeführter Turmrest findet sich nicht mehr. (Thorsten Sonnemann)