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Oberufhausen, Schadeburg

Geschichte:

Die Erstnennung eines auf den Ort Ufhausen bezogenen Adelsgeschlechts stammt aus dem Jahr 1196, wobei Erbo von Ufhausen genannt wird. Dieses ist bis 1398 nachweisbar.
Das für Ufhausen genannte Vorwerk, später als "Altes Schloss" angesprochen, wurde 1337 an den Fürstabt von Fulda verkauft. Dies ist gleichsam die Erstnennung einer Befestigung in diesem Ort. Seine Besitzergeschichte lässt sich lediglich lückenhaft rekonstruieren. Zum Jahr 1366 wird zusätzlich zu der Burg von einem Gaden berichtet. Für diesen erhalten Heinrich und Konrad von Ufhausen genannt am Ende vom Fuldaer Fürstabt Heinrich VII. von Kranlucken die Erlaubnis zu dessen Errichtung. 1414 zeigt sich das Vorwerk in Besitz von Hans und Hermann von Romrod, die es an Walter am Ende verkaufen. 1523 bis 1570 war die Befestigung in Besitz der Schade von Leibolz, woher auch ihre Benennung als Schadeburg stammt. Nach deren Aussterben ging sie an die von Boyneburg zu Borsch sowie die von Romrod, deren Alleinbesitz die Burg schließlich war. 1610 verkaufen die von Romrod an den Fürstabt von Fulda. 1703 war der Burgsitz wüst und wurde verkauft. (Thorsten Sonnemann)

Bauentwicklung:

Aussagen zur Entstehung und baulichen Entwicklung der mittelalterlichen Burg in Oberufhausen sind zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht möglich. (Thorsten Sonnemann)

Baubeschreibung:

Die sogenannte Schadeburg ist völlig abgegangen. Sie lag, folgt man der einvernehmlichen Meinung in der Literatur, im Bereich zwischen der heutigen Pfarrkirche und dem Friedhof („Vor dem Tor 39“). Dort deuten allenfalls noch geringste Geländemerkmale auf die Existenz einer Burg hin. (Thorsten Sonnemann)