Geschichte:
Es ist keine historische Überlieferung bekannt, die auf diese Burganlage bezogen werden kann. Der Name "Milnrode" ist eine Ortsbezeichnung des 16. Jhs. Ob das Ortsadelsgeschlecht der Herren von Milnrode als Erbauer in Frage kommt, ist nicht geklärt. Diese Familie ist ab 1184 in den Diensten der Abtei Hersfeld belegt und zwischen 1430 und 1455 ausgestorben. (Stefan Eismann)
Bauentwicklung:
Die bei den Ausgrabungen freigelegten Mauerzüge wurden 1988 fast vollständig wieder verfüllt und oberflächlich teilweise als Aufmauerungen kenntlich gemacht. (Stefan Eismann)
Baubeschreibung:
Die Burg liegt auf einer spitz zulaufenden, nach Süden weisenden Bergzunge im Winkel zweier Täler. Das nur 15 m über dem Talgrund liegende Burgareal ist durch einen 80 m langen, 13 m breiten und 5 m tiefen Halsgraben vom nördlichen Hinterland getrennt. An den Längsseiten sind keine Befestigungen mehr erkennbar, doch kann ein am Hang herumlaufender Forstweg einen ursprünglich vorhandenen Hanggraben überprägt haben. Die Burgfläche ist zweigeteilt und besteht aus einer 33 x 23 m großen Oberburg und einer an der Spornspitze gelegenen, dreieckigen Unterburg von 20 m Breite und 18 m Länge. Die Grenze zwischen beiden Bereichen bildet eine Böschung, ein weiterer Geländeabsatz markiert die Südgrenze der Unterburg. Eine offenbar die gesamte Burgfläche umziehende Ringmauer wurde an der Westflanke auf 19 m Länge freigelegt.
Die Oberburg war von einer eigenen 1,80 m starken, rechteckigen Ringmauer umgeben. In der Nordwestecke wird ein ungefähr quadratisches Gebäude als Turm angesprochen. Der Palas nahm die gesamte Südseite ein. (Stefan Eismann)
Arch-Untersuchung/Funde:
Ausgrabungen in der Oberburg 1957 bis 1967 mit Fundmaterial des 12./13. Jhs.