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Sinzigburg

Geschichte:

Möglicherweise war die Burg der Stammsitz der seit 1310 auf der unweit gelegenen Burg Altwehrda sitzenden Herren von Trümbach. Als andere Hypothese kommt die seit 1207 nachweisbare Familie von Haune in Betracht, die im 6 km entfernten Burghaun saß. Zu ihrem umfangreichen Besitz im Haunetal gehörte auch das Gelände um die Sinzigburg. Bei dessen Verkauf an die Abtei Fulda 1501 wird die Burg erstmals erwähnt, allerdings nur als bloße Örtlichkeit. Zur Burg gehörte die 700 m nördlich gelegene Siedlung Sinzig. (Stefan Eismann)

Bauentwicklung:

Beim gegenwärtigen Forschungsstand können keine Aussagen zur Baugeschichte getroffen werden. (Stefan Eismann)

Baubeschreibung:

Die Sinzigburg schließt sich an die Niederterrasse der Haune an und liegt am Fuß des Stoppelsberges mit der Burg Hauneck. Der südwestliche Teil der ursprünglich rundlichen Burganlage wurde beim Bau der Eisenbahn abgetragen. Die Gesamtgröße der Anlage beträgt ca. 80 x 50 m. Der Mottenhügel ist durch den inneren Graben aus dem Gelände herausgeschnitten und zusätzlich 2 m aufgehöht worden. Seine Grundfläche beträgt ca. 23 x 26 m, die des Plateaus ca. 10 x 13 m. Er ist von einem dreifachen Graben umgeben, von denen der äußere nur noch sehr flach erhalten und teilweise verfüllt ist. Ein Damm über die Gräben im Nordwesten stammt aus jüngerer Zeit. (Stefan Eismann)

Arch-Untersuchung/Funde:

Lesefunde von Ofenkacheln, Ziegelbruch und Keramik des 12./13. Jhs.