Geschichte:
Die Burg gehörte wahrscheinlich der Abtei Fulda, da 1214 ein Heinrich von Hornsberg in fuldischen Diensten stand. Dieses Geschlecht soll zu Ende des 15. Jhs. ausgestorben sein. Aufgrund wirtschaftlicher Schwierigkeiten des Klosters war die Burg wie auch andere Befestigungen 1294 an das Reich verpfändet. Die Abtei löste sie aber bald wieder ein. Möglicherweise saß zu dieser Zeit ein Seitenzweig der Familie von Boyneburg auf Burg Hornsberg. Die Burg wurde wahrscheinlich nach einer Zerstörung im 14. Jh. aufgegeben. 1579 wurde sie im Salbuch des Amtes Friedewald unter den Wüstungen aufgeführt. (Stefan Eismann)
Bauentwicklung:
Die Steinbearbeitung und die dokumentierten Werksteine sprechen für eine Errichtung im späten 12. Jh. oder frühen 13. Jh. Eine Mehrphasigkeit konnte bei den Untersuchungen nicht festgestellt werden. (Stefan Eismann)
Baubeschreibung:
Die Burg liegt auf einem vom Wackenbühl, der östlichsten Kuppe des Seulingswaldes, nach Nordosten vorspringenden Bergsporn, direkt auf der heutigen Grenze zwischen den Bundesländern Hessen und Thüringen. Das trapezförmige Plateau von ca. 42 x 30 m Größe ist von einer Wall-Graben-Anlage umgeben. Im Westen trennt ein Halsgraben die Burg von Hinterland ab. Bei Ausgrabungen wurden im Südwesten des Plateaus ein in Ost-West-Richtung verlaufender Mauerzug mit Buckelquadern freigelegt. Dieser stammt wahrscheinlich von einem Turm, möglicherweise dem Bergfried. Weitere Mauerzüge befinden sich im Nordosten des Areals. An alle untersuchten Mauerzügen schloss sich eine Brandschicht an. (Stefan Eismann)
Arch-Untersuchung/Funde:
1958-60 haben ungenehmigte Schürfungen durch Amateure stattgefunden. 1964 wurden die dabei freigelegten Befunde sachgerecht dokumentiert. Dabei wurden neben wenigen Keramikscherben auch Ziegelbruch sowie Fragmente eines Türgewändes und eines Rundbogenfensters gefunden.
Lesefund einer Pferdetrense.