Geschichte:
Die Burg in Wehrda war eine Befestigung des Klosters Fulda. Sie wurde 1308 erstmals anlässlich ihrer Verpfändung an die Herren von Trümbach erwähnt. Teile des Besitzes waren in der Folgezeit auch an die von Buchenau, die von der Tann und andere Adelsfamilien verpfändet. Die Herren von Trümbach erwarben aber mit der Zeit sämtliche Anteile, so dass ihnen ab 1507 ganz Wehrda gehörte.
Die einzelnen Anteile an der Burg wechselten später häufig ihre Besitzer. (Stefan Eismann)
Bauentwicklung:
Die mittelalterliche Baugeschichte der Burg ist unbekannt. Bis um 1900 standen von der Burg noch die Ruine eines 1827 eingestürzten Turms und bis 1970 das alte Amtshaus. Die beiden Nachfolgebauten stellen das Rote Schloss aus der 2. Hälfte des 16. Jhs. und das Gelbe Schloss aus dem Ende des 18. Jhs. dar. Das Fachwerkobergeschoss des Roten Schlosses stammt aus dem Jahr 1668 und wurde teilweise im 18. Jh. erneuert, als das Gebäude ein Mansarddach bekam. (Stefan Eismann)
Baubeschreibung:
Über die Gestalt der mittelalterlichen Burg können heute keine verbindlichen Aussagen getroffen werden. Das Hauptgebäude stand angeblich am Ostrand des heutigen Schlosskomplexes. Zudem war noch ein Bergfried vorhanden gewesen.
Das Rote Schloss ist ein rechteckiger Fachwerkbau des 16./17. Jhs., dessen massives Erdgeschoss verputzt ist. Der Nordfassade ist ein runder Treppenturm vorgebaut. Der Bau enthält noch geringe Reste mittelalterlicher Mauern.
Das Gelbe Schloss ist ein barocker Dreiflügelbau mit zwei verputzten Geschossen und Mansarddach. (Stefan Eismann)
Arch-Untersuchung/Funde:
Keine