Geschichte:
1371 erhielten die Herren von Holtzheim einen Burgsitz in Schwarzenhasel als Lehen der Abtei Hersfeld, der 1457 dann hessisches Lehen wurde. 1522 wurde der Burgsitz in einer Lehnsurkunde auch Kemenate genannt. Die Burg wurde 1527 an die von Trott auf Treffurt verkauft. Der Zweig dieses Geschlechts auf Schwarzenhasel starb im Mannesstamm 1813 aus. Nach einer längeren Erbauseinandersetzung kaufte schließlich 1885 Edmund von Biedenfeld die Burg. Der neue Eigentümer richtete das lange Zeit nur als Speicher genutzte Burghaus wieder zu Wohnzwecken her. Aber schon 1897 verkaufte er den Besitz an die Familie von Bodelschwingh weiter, denen die Burg noch heute gehört. (Stefan Eismann)
Bauentwicklung:
Die mittelalterliche Baugeschichte ist unbekannt. Das heutige Burghaus aus der 1. Hälfte des 16. Jhs. erhielt seinen heutigen Fachwerkoberbau 1698. Es wurde lange Zeit nur als Speicher genutzt und erst um 1890 wieder zu Wohnzwecken umgebaut. Die Fenster im Erdgeschoss sind teilweise damals und zum Teil erst nach 1945 in die Wände gebrochen worden. (Stefan Eismann)
Baubeschreibung:
Die hufeisenförmige Anlage ist mit Ausnahme der Nordseite von einem 3 m breiten Wassergraben umgeben. Das Hauptgebäude besitzt ein massives Erdgeschoss von 1527 mit zwei Fachwerkobergeschossen von 1698. In das Erdgeschoss führt ein Spitzbogenportal. Die Maße von 12 x 10 m und die bis zu 1,50 m starken Mauern lassen einen ursprünglichen Charakter als Wohnturm annehmen. (Stefan Eismann)
Arch-Untersuchung/Funde:
Keine