EBIDAT - Die Burgendatenbank

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Burg-Gemünden

Geschichte:

Die Burg wurde vermutlich um 1280 durch die Grafen von Ziegenhain errichtet. Ihre Lage zwischen den Burgen Grünberg und Homberg/Ohm der Landgrafen von Hessen erregte deren Widerstand, so dass 1283 zwischen Landgraf Heinrich I. von Hessen und seinem Schwiegersohn Gottfried von Ziegenhain der Abbruch der Burg durch Heinrich vereinbart wurde. Nachdem sich beide Parteien aber wieder versöhnt hatten, wurde die Burg zwischen 1309 und 1311 wiederhergestellt und von Graf Johann von Ziegenhain seiner Frau als Witwengut überschrieben. Das Bündnis der Grafen von Ziegenhain mit dem Erzbistum Mainz hatte 1346 auch die Einräumung des Öffnungsrechts an den Erzbischof zur Folge. Zwischen 1362 und 1372 war die Burg an Johann von Dernbach verpfändet. Ab 1382 war die Burg durchgehend verpfändet, zu den Pfandnehmern gehörten die Herren von Lehrbach, wieder die von Dernbach, die Riedesel und die Schenk zu Schweinsberg. Mit dem Aussterben der Grafen von Ziegenhain im Jahr 1450 kam die Burg an die Landgrafschaft Hessen. Die Söhne des Landgrafen Ludwig I. lösten das Pfand über die Burg zunächst wieder ein, verpfändeten sie aber 1458 an die Rau von Holzhausen. Erst 1557 erfolgte die endgültige Einlösung der Pfandschaft, die Burg gehörte danach dauerhaft zu Hessen. Bis 1822 wohnte auf der Burg noch ein Amtmann, danach war sie bis 1932 Sitz eines Forstmeisters. (Stefan Eismann)

Bauentwicklung:

Die wohl um 1280 errichtete Burg wurde 1283 zerstört und zwischen 1309 und 1311 wiederhergestellt. 1556 wurde die Zehntscheune errichtet. Das heutige Hauptgebäude stammt im Kern aus dem 16. Jh., ist aber laut einer Inschrift 1756/57 umgebaut worden. (Stefan Eismann)

Baubeschreibung:

Die Burg liegt unmittelbar am östlichen Ufer der Ohm. Heute besteht sie aus einem Hauptgebäude im Norden, an das im rechten Winkel an der Ostseite eine Scheune anschließt. Die Ringmauer ist noch zusammen mit einem Eckturm im Norden erhalten, ein Wassergraben mittlerweile verschwunden. Vom alten Baubestand der Burg ist ansonsten nur noch ein Kellergewölbe vorhanden. Am Südende des Burgberges steht eine Kapelle, die ursprünglich in die Befestigung einbezogen gewesen sein dürfte. Nach der im Dehio geäußerten Ansicht befand sich die Hauptburg ursprünglich in diesem Bereich. Nach einer Beschreibung von 1582 standen damals auf der Burg ein steinernes Wohnhaus, ein Fruchthaus, eine Küche und ein Backhaus. (Stefan Eismann)

Arch-Untersuchung/Funde:

Keine