EBIDAT - Die Burgendatenbank

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Altenburg bei Alsfeld

Geschichte:

Auf der 1178 erstmals erwähnten Altenburg saß ein gleichnamiges Adelsgeschlecht, das sie von der Abtei Fulda zu Lehen hatte. Die ab 1193 nachgewiesene Familie spaltete sich zu Beginn des 13. Jhs. in drei Linien auf, von denen um 1300 ein Reinhard von Altenburg alleiniger Besitzer der Altenburg war. Um die Aussteuer seiner Tochter zu finanzieren, verkaufte er in diesem Jahr die Burg an den Landgrafen Heinrich I. von Hessen. Die Landgrafen belegten die Burg mit Burgmannen, zu denen die von Schrecksbach, von Gleimenhagen und von Schlitz zählten. In einer Fehde mit der Abtei Fulda wurde die Burg 1314 durch den Abt Heinrich VI. erobert und zerstört. Der Grund für die Fehde ist nicht überliefert, er kann aber in einer Nichteinholung des lehnsherrlichen Einverständnisses beim Verkauf der Altenburg gelegen haben. Nach ihrer Wiederherstellung erhielten die Landgrafen die Burg von Fulda zu Lehen. 1354 besaßen die Herren von Eisenbach einen Sitz auf der Burg und auch das Patronatsrecht über die dortige Kapelle. 1466 lag die Burg in Trümmern, ob aufgrund einer Zerstörung oder infolge natürlichen Zerfalls, ist nicht überliefert. 1574 existierten insgesamt vier Burglehen, deren Inhaber Christoph von Liederbach, Stam Rotzmann und der Junker von Lehrbach waren. Das Burglehen der Riedesel war an die Liederbach verpfändet. 1605 starben die Liederbach aus, ihre Nachfolger wurden die Schetzel von Merzhausen. Bis 1681 erwarb Freiherr Hermann XVI. von Riedesel die anderen Anteile und siedelte auf die Burg über. Die Burg befindet sich bis heute im Besitz dieser Familie. (Stefan Eismann)

Bauentwicklung:

Die 1314 zerstörte Burg ist bis 1319 wieder aufgebaut worden. Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Anlage 1647 schwer beschädigt, u. a. wurde die Ringmauer niedergerissen. Nach 1681 wurde die Burg unter der Herrschaft der Riedesel erneuert. Der Nord- und der sog. Kirchflügel (datiert 1744) wurden im Barockstil errichtet. 1763 wurde die mindestens seit 1355 existierende Burgkapelle durch die heutige Schlosskirche ersetzt. Der Bergfried und andere Reste der ehemaligen Burg sind 1823 und 1833 eingestürzt. (Stefan Eismann)

Baubeschreibung:

Die Burg liegt auf einem hohen Basaltrücken.
Die heutige Anlage besteht aus einem zweiflügeligen Barockschloss. Ein jüngerer Anbau verbindet dieses mit Wirtschaftsgebäuden im Osten und Süden der Anlage. Sein Keller weist aber noch ein spätgotisches Gewölbe auf. Im Schafstall sollen noch Mauerreste des Bergfrieds vorhanden sein. Ebenso ruhen die Außenwände der Stallungen des hufeisenförmigen Wirtschaftstraktes zum Teil noch auf den Resten der alten Ringmauer. Ungefähr im Zentrum der Anlage steht die barocke Schlosskirche. (Stefan Eismann)

Arch-Untersuchung/Funde:

Keine