Geschichte:
Die Geschichte des Ortes Schotten beginnt wahrscheinlich mit einer iroschottischen Klostergründung eines Abtes Beatus, der hier im Jahr 778 Mönche aus dem Kloster Honau bei Straßburg ansiedelte.
Der Ort war später im Besitz der Grafschaft Nidda und gelangte um 1200 an die Herren von Büdingen. Nach deren Aussterben ging der Ort 1247 im Erbgang an die Herren von Breuberg. Als auch dieses Geschlecht 1324 erlosch, wurden die Besitzrechte über den Ort in zwei Hälften geteilt, die 1327 an die Herren von Trimberg und 1328 an die Herren von Eppstein kamen. Die Alteburg hat zu diesem Zeitpunkt schon bestanden. Wann und von wem sie erbaut wurde, ist unbekannt. Der Anteil der Herren von Trimberg, die die Alteburg bewohnten, ging 1364 an die Schenken von Schweinsberg und danach an die Herren von Rodenstein. Die Konkurrenz durch die wachsende Stadt und wohl auch das von den Herren von Rodenstein ausgehende Raubrittertum bewog die Stadt Franfurt 1382, zusammen mit dem Mainzer Erzbischof und dem rheinischen Städtebund einen Kriegszug gegen Schotten zu unternehmen, der alle Anteilsinhaber betraf. Die Stadt und beide Burgen, auch die Alteburg als Residenz der Schenken von Schweinsberg, wurden zerstört. Bis 1407 erlangte der Landgraf von Hessen-Kassel die Herrschaft über die Hälfte der Schenken und damit über die gesamte Stadt, da ihm seit 1403 schon die Rodensteiner Hälfte gehörte. Das wiedererrichtete Burggebäude der Alteburg diente nun als Amtshaus. 1412 wurde die eine Hälfte der Alteburg an Erwin von Uffhausen und 1415 die andere Hälfte an Eckhard Riedesel verpfändet.
Um 1515 wurde durch den Kanzler Thielmann von Gründerode, der durch Landgraf Philipp mit der Burg belehnt worden war, das heutige Gebäude errichtet. (Stefan Eismann)
Bauentwicklung:
Die Baugeschichte der Burg ist unbekannt. Sie ist wohl schon im Hochmittelalter entstanden. Nach der Zerstörung 1382 wurde nach 1407 auf der Burg ein Amtshaus errichtet. Dieses wurde in den ersten Jahrzehnten des 16. Jhs. durch das heutige Fachwerkgebäude auf der Burginsel ersetzt. (Stefan Eismann)
Baubeschreibung:
Die trapezförmige Burginsel von ca. 28 x 27 m maximaler Größe ist von einem ca. 20 m breiten, heute verlandeten Wassergraben umgeben. Über die Art der mittelalterlichen Bebauung existieren keine gesicherten Erkenntnisse. Eine Bezeichnung als "Alte Kemenate" aus dem Jahr 1547 könnte aber auf den Charakter einer Turmburg schließen lassen.
Das heutige Gebäude ist ein zweigeschossiger Fachwerkbau aus dem 16. Jh. mit Satteldach, dessen unteres Geschoss noch als Ständerkonstruktion errichtet worden ist. Der Eingang an der Traufseite wird durch eine jüngere Ädikula mit Dreiecksgiebel betont. (Stefan Eismann)
Arch-Untersuchung/Funde:
Keine