EBIDAT - Die Burgendatenbank

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Grebenau

Geschichte:

Die Wasserburg in dem damals noch "Capelle" genannten Ort erscheint im 13. Jh. als Lehen der Abtei Fulda im Besitz der Grafen von Ziegenhain. 1264 werden zwei Angehörige eines Ortsadelsgeschlechts von Capella erwähnt, die als Burgmannen oder Lehnsmänner auf der Burg gesessen haben dürften. Im Konflikt zwischen den Grafen von Ziegenhain und dem Fuldaer Kloster wurde die Burg um 1265 durch den Abt Berthold II. zerstört. 1270 wurde die zerstörte Burg zur Wahrung des Friedens dem Haus des Johanniterordens in Nidda verkauft. Der Orden gründete dort eine Komturei, die 1278 zur Kommende wurde. In diesem Jahr erscheint auch erstmals der Name "Grebenau". 1372 verkaufte der Orden das Haus zu Grebenau an den Landgrafen von Hessen, der es zur Finanzierung des Geschäfts an Friedrich von Lisberg verpfändete. Im Erbgang kam der Pfandbesitz über die Herren von Eisenbach 1396 wieder an die Johanniter. Im Zuge der Reformation enteignete Landgraf Philipp 1526 den Orden und übertrug Grebenau 1527 an Dietrich von Plesse als Erbmannlehen. 1571 fiel das Lehen nach Erlöschen der Grebenauer Linie des Geschlechts wieder an Hessen heim. (Stefan Eismann)

Bauentwicklung:

Beim gegenwärtigen Forschungsstand können keine Angaben zur Bauentwicklung gemacht werden. Es ist anzunehmen, dass mit dem Übergang der Burg an die Johanniter auch bauliche Veränderungen verbunden waren, die im einzelnen aber unbekannt sind. (Stefan Eismann)

Baubeschreibung:

Von der Burg sind oberflächlich keine Spuren mehr vorhanden. Möglicherweise stammen von ihr die Kellergewölbe unterhalb des Gebäudes der Stadtverwaltung. Der ursprünglich die Anlage umgebende und mit der Jossa verbundene Wassergraben ist vollständig verfüllt. (Stefan Eismann)

Arch-Untersuchung/Funde:

Keine